Sorry, Nobody... wenn der Strang hier weiter diskutiert wird, trenne ich ihn ab.
Anthros hat geschrieben: ↑Do 4. Feb 2021, 14:56
Man muss schon richtig lesen, was bei Matthäus steht. Es geht um familiäre Bindungen, ist das etwa keine echte Liebe?
Es geht um die Freisetzung gewachsener Macht- und Abhängigkeitsstrukturen säkularer Natur.
Du weißt doch um die gesellschaftlichen Normen des Volkes, zu dem Jesus sprach. In arabischstämmigen Clans ist es heute noch so.
Der Patriarch regiert die Großfamilie. Es gibt eine Rangordnung. Die Frauen müssen ihren Ehemännern und allen übergeordneten Männern der Familie untertan sein. Der Schwiegermutter vermutlich auch.
Der Gehorsam gegenüber den Vorgaben des Clans umfasst auch die nicht vorhandene Religions- und Gewissensfreiheit.
Jesus macht deutlich: Wer Ihm nachfolgen möchte, kann nicht in den alten Glaubenstraditionen bleiben "mit ein bißchen Jesus dazu", und möglichst noch so, dass keiner es merkt.
Er wird schon wissen, warum Er da so krass ist.
Nach meinem zweiten Anlauf im Glauben war ich- mit einem katholischen Taufschein- in evangelikalen Kreisen unterwegs. Heute sind sie ja alle sooo tolerant... aber damals, das ist fast 40 Jahre her, stand ich im Verdacht, in eine "Sekte" geraten zu sein. Und ein solches Urteil, als Vorwurf empfunden, ist nicht angenehm. Ständig steht man unter einem Rechtfertigungszwang. Man kann aber nicht frei darüber reden. Wenn man es versucht, macht man sich der Verletzung ungeschriebener Tabus schuldig. Zumal Katholiken oftmals kein vertrautes Verhältnis zur Bibel haben.
Auch die Gemeinde, in der ich mich als Erwachsene taufen ließ, wurde von den Bürgern der Kleinstadt als "Sekte" gesehen. Es waren Baptisten.

Dazu fällt mir gerade eine Begebenheit ein... dazu hatte ich einmal in einem anderen Forum einen Thread gemacht:
Die Brücke
LG