Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

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Helmuth
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Helmuth »

Hiob hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 12:09 Dies interessiert mich gar nicht, weil es meistens substantiell irrelevant ist. "Meistens" und nicht "immer", weil die Existenz Jesus vom inneren Offenbarungsgehalt her historisch sein muss. Da muss man unterscheiden.
Da verstehe ich wieder nicht was ein innerer Offenbarungsgehalt ist. Und was muss ich unterscheiden? Du operierst mit unbiblischen Begriffen, wie halt auch Theologie.
Hiob hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 12:09 Aber ob PAradies, Buch Hiob, Verlorener Sohn, etc. historisch oder "nur" geistig ist ("fiktiv" ist etwas ganz anderes), ist irrelevant.
Das meinst du, aber dazu erzähle ich dir nun eine fiktive Geschichte. Ein Vater will seinen Sohn beerben. Zuvor hat er die Mär in Umlauf gebracht, wie sensationell und ehrenhaft er sein Erbgut gegen Räuber verteidigt hat. Es stimmt aber nicht, doch er bittet seinen Sohn diese Mär zur Aufrechterhaltung der Familienreputation in seiner Generation weiter zu tradieren.

Was hältst du von der Sache? Aber so wäre es, dass Gott uns ein Märchen erzählt wie er Noah hat überleben lassen. Und du nennst das halt irrelevant. Ich nenne ihn halt einen verlogenen Arsch. Alles also irrelevant?

Doch musst du es aus unserer Perspektive sehen. Es ist nicht Gott, der uns verarscht, sondern der Mensch verarscht so Gott. Und was denkst du hält Gott davon? Damit wird der Wahrheitsbegriff auch zu einer Farce.

Es wurde also auch nie ein Turm zu Babel gebaut und Gott hat nie die Sprache verwirrt. Abraham ist auch nicht der Erzvater des Volkes Israel. Das sind alles nur fiktive Geschichten. Aber wann hören sie auf? So gab es für manche auch nie den Holocaust. Wir werden eben nur verarscht. Wir nennen das aber auch Realitätsverweigerung.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Sunbeam
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Sunbeam »

Ziska hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 10:46
Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 10:19
Ziska hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 09:20
oTp hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 08:16 Noch mal zu der Arche Noah:
Für mich ist dieser Vorgang unmöglich zu verwirklichen: Alle Lebewesen in einem Schiff unterbringen. So denke ich, es ist nur eine lehrreiche Geschichte. Aber dann kann ich das auch auf andere Inhalte der Bibel anwenden. Darstellungen mit lehrreichem Wahrheitsgehalt.
Es ist dann Orientierungshilfe und Wegweisung.
Wenn du Zeit hast, lese bitte hier und denke darüber nach:

Darüber Nachdenken? Lieber nicht, denn die Zeugen Jehovas, …..
Kein Problem, lieber Sunbeam!
Der eine kann und will es begreifen.
Der andere zweifelt, aus welchen Gründen auch immer.
Alles fein, und gut, aber wenig löblich, Ziskalinchen (wenn denn gestattet)

Eine Frage brennt dem Sunbeam dann doch noch auf der Zunge, und zwar zu diesem Textauschnitt:
Nach anderen, etwas großzügigeren Schätzungen hätten 72 „Arten“ von Vierfüßern und nicht ganz 200 Vogel„arten“ genügt. Ein Beweis dafür, daß die große Vielfalt in der heute bekannten Tierwelt nach der Flut durch Kreuzungen innerhalb dieser wenigen „Arten“ hervorgehen konnte
Also sollten sich die Tierarten, in ihrer vorher bestehenden Gesamtheit, dann nach der Flut und dem Verlassen der Arche, wieder dahin kreuzen, wo sie vorher schon als Art existierten, die Arten mit eingeschlossen, die jedenfalls laut ZJ "Wissenschaftler" sozusagen zurück selektiert wurden :?: Also würde der Evolutionsgeschichtliche Prozess praktisch wieder bei der Stunde Null beginnen?

Leider wird man olle Noah nicht mehr die Frage stellen können, wie dann der Ameisenbär (zum Beispiel) auf die Arche kam?
Trug ihn Gott fürsorglich dorthin? Oder wie kam dieses possierliche Tierchen dann von Mittel- und Südamerika aus über den Atlantik nach Israel? Und wie gestaltet es sich, jedenfalls nach den "Forschern" der Zeugen Jehovas, in der "Zurück-Kreuzung" wieder zum Nasenbären hin?
Und vor allem, wie kommt dieser Bärchen mit der gigantischen Nase wieder über den großen Teich, zurück in seine Heimat der Regenwälder und Savannen :?:

Kannst du diese Fragen beantworten, oder vielleicht auch der Forengott 2.0, also Helmuth als des lieben Gottes Amtsverwalter des Heiligen Geistes...
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Sunbeam
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Sunbeam »

Helmuth hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 13:11

Es wurde also auch nie ein Turm zu Babel gebaut und Gott hat nie die Sprache verwirrt.
Vielleicht wurde der Turm zu Babel gebaut, warum auch nicht. Der dann einmal wieder von einem blindwütigen Gott sinnlos zerstört wurde..., jedenfalls laut Bibel.

Nun meine Frage in die Runde: die Menschen bauen doch inzwischen bedeutend höhere, viel höhere Türme als den zu Babel, warum lässt denn Gott diese nun stehen? Gab Gott völlig resigniert auf und verzweifelte endgültig an der Menschheit, die so ganz andere Wege geht, als Gott meint zu meinen? Oder ist das einmal wieder mehr, ein Sieg der sich frei bestimmenden Menschheit über den Gott ewigen Zorns.
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Hiob »

Helmuth hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 13:11 Aber so wäre es, dass Gott uns ein Märchen erzählt wie er Noah hat überleben lassen.
Nein, nicht Märchen, sondern Wahrheit. Dein Ansatz ist anscheinend, dass es Wahrheit nur gibt, wenn sie historisch nachweisbar ist. Dies ist menschlich gedacht und somit verständlich.
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Larson
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Larson »

Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 13:56 Der dann einmal wieder von einem blindwütigen Gott sinnlos zerstört wurde..., jedenfalls laut Bibel.
Bist du dir sicher, dass dies so steht?

Aber was will dir Geschichte sagen? Gedanken dazu:
1.Mo 11,4 Und sie sprachen: Wohlan, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den Himmel reiche, und machen wir uns einen Namen, dass wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde!

Im ganzen Kontext ist nicht von sittlicher Entartung zu lesen, es war Friede und Einheit. Aber der Werdegang war gefährdet. Und deshalb schreitet Gott ein (n.B. Gott schreitet meist nur bei Beginn ein paar Mal ein, danach lässt er es laufen, denn es würde ja genug Beispiele oder Erfahrungen geben, woran der Mensch sich „orientieren“ kann.

Stadt und Turmbau wären an sich nichts Unrechtes gewesen. Der Nachdruck des Ganzen liegt aber auf „wir wollen uns einen Namen machen“. Es spricht die Menschheit, „Wir wollen…“.
Durch Menschenkraft zu schaffen, welche bis zum Himmel reicht, um sich einen Namen zu machen, damit man nicht zerstreut werde, in dieser selbst errichteten Einheit sich rühmen kann.

Diesen Ansatz könnte man vertiefen und bis in die heutige Zeit gelangen, wo man eine Einheit erzwingen will, wo es gar kein Geben kann.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Sunbeam
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Sunbeam »

Larson hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 14:35

Stadt und Turmbau wären an sich nichts Unrechtes gewesen. Der Nachdruck des Ganzen liegt aber auf „wir wollen uns einen Namen machen“. Es spricht die Menschheit, „Wir wollen…“.
Durch Menschenkraft zu schaffen, welche bis zum Himmel reicht, um sich einen Namen zu machen, damit man nicht zerstreut werde, in dieser selbst errichteten Einheit sich rühmen kann.

Einen Namen machen, ja warum nicht? Und reicht die "Kraft" dieses Gebäudes denn nicht bald in den Himmel:



Quelle
Das Burj Khalifa in Dubai mit seinen immerhin 828 Metern Höhe dürfte dann de lieben Gott doch ebenfalls zum Einschreiten bewegen, denn der Werdegang, welcher auch immer, dürfte doch nach wie vor gefährdet sein.

Wenn dann Gott keinen anderen Weg findet, als den Menschen ihre Türme zu zerdeppern, oder die Menschheit versaufen zu lassen, oder mal auch Kinder und das liebe Vieh mit dem Tode zu bestrafen (man sollte auch schwangeren Frauen nicht den Bauch aufschlitzen, auch kein Gott), dann ist das für mich kein Gott, sondern ein blutrünstiger und grausamer Götze, ist einfach so.

Zwischen diesem: "Also hat Gott die Welt geliebt..." (Johannes), und den zum Teil pervertierten Vernichtungsorgien dieses Gottes, da klafft für mich ein Abgrund aus menschenverachtenden Abgründen, der sich mir niemals erschließen wird.
Schon aus einem rein humanistischen Selbstverständnis heraus.
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Spice »

Helmuth hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 13:11 Es wurde also auch nie ein Turm zu Babel gebaut und Gott hat nie die Sprache verwirrt.
Der "Turm zu Babel" wurde sehr wohl erbaut. Aber da waren die Sprachen längst "verwirrt". Mit dem Mythos vom Turmbau sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass sich die Menschen immer weniger verstehen werden, wenn sie eine Welt ohne Gott errichten wollen.
Unterschiedliche Sprachen entwickelten sich, indem sich die Menschen auf der Erde verteilten und damit in unterschiedliche Lebensbedingungen gerieten, sich von anderen Gruppen isolierten oder auch wieder vermischten. Das ist ja bis in die heutige Zeit feststellbar. Ein Mensch im Kongo konnte nichts von Schnee und Eis wissen und ein Eskimo nichts von Palmen.
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Larson
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Larson »

Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 14:57 Das Burj Khalifa in Dubai mit seinen immerhin 828 Metern Höhe dürfte dann de lieben Gott doch ebenfalls zum Einschreiten bewegen, denn der Werdegang, welcher auch immer, dürfte doch nach wie vor gefährdet sein.
Wie schon gesagt: Gott schreitet meist nur zu Beginn ein paar Mal ein, danach lässt es dem Menschen, wenn er nichts daraus lernen will.
Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 14:57 Wenn dann Gott keinen anderen Weg findet, als den Menschen ihre Türme zu zerdeppern,
Hat er nicht nach 1.Mose.
Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 14:57 dann ist das für mich kein Gott, sondern ein blutrünstiger und grausamer Götze
Gott will nun mal Recht und Gerechtigkeit (was der Mensch ja nicht hinkriegt), und bestraft dann, so wie auch Nationale Gesetze den Täter bestrafen. Ohne Strafe lernt der Mensch nichts, und selbst mit Strafe lernt er wenig, oder nur für kurze Zeit.
Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 14:57 Zwischen diesem: "Also hat Gott die Welt geliebt..." (Johannes)
Das ist dann die hellenistische Philosophie, solches könnte man als Grausam betrachten, dass Gott allein nur mit Opfer zu besänftigen sei, was aber wiederum der Tenach (AT) wiederspricht, denn wo ein Mensch sich Gott zuwendet, vom Bösen lässt, ist er Barmherzig und vergibt Schuld.

Nun, hat der Mensch weniger „Gemetzel“ veranstaltet als Gott? Und dies seitens Menschen dann unbegründet.


Aber mit meinen Beitrag wegen dem Turmbau wollte ich ja nur ein paar andere Gedanken aufwerfen, was dies unter anderem beuten könnten.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Sunbeam
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Sunbeam »

Larson hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 15:10

Nun, hat der Mensch weniger „Gemetzel“ veranstaltet als Gott? Und dies seitens Menschen dann unbegründet.

Du meinst weil der Mensch gerne einmal des anderen Mensch Wolf ist, da darf dann Gott der Leitwolf sein....
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Larson
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Re: Gibt es in der Bibel Falsch-Aussagen?

Beitrag von Larson »

Sunbeam hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 15:14
Larson hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 15:10 Nun, hat der Mensch weniger „Gemetzel“ veranstaltet als Gott? Und dies seitens Menschen dann unbegründet.
Du meinst weil der Mensch gerne einmal des anderen Mensch Wolf ist, da darf dann Gott der Leitwolf sein....
Leider wird dann die "Sache" mit „Gott“ gerechtfertigt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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