ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑So 23. Nov 2025, 20:23
Spice hat geschrieben: ↑So 23. Nov 2025, 18:05
Bist du dir da sicher? Reinkarnation war für die damalige Menschheit vielfach noch eine Selbstverständlichkeit.
Ich bin ganz sicher,
Okay. Das ist dann eine "Sicherheit", die auf Unkenntnis beruht. Das sind diejenigen "Sicherheiten", die in der Menschheit am häufigsten auftreten.
da im AT von so einer Selbstverständlichkeit keine Spur zu finden ist.
Wenn man es mit der Brille der Gewohnheit liest. Liest man es allerdings immer wieder mit neuen Augen, dann sieht es anders aus. Mit etwas Hintergrundwissen nochmals anders. Also, ich denke Hanna hatte eher Reinkarnation im Sinn. Diese war ja auch immer und ist es bis in die heutige Zeit im Judentum lebendig.
Spice hat geschrieben: ↑So 23. Nov 2025, 18:05Ich denke, Auferstehung ist erst ein Spätprodukt.
Abgesehen von Daniel 12 Hesekiel 37, Hosea 6,2, Jesaja 26,19 und 5. Mose 32,39 gibt es noch die Totenauferweckung als Wunder von Elia und Elisa. Matthäus 22,31-32 so wie Hebräer 11,17-19 unterstellen den Glauben an eine Auferstehung der Toten in die Zeit der Erzväter.
Totenauferweckung hat doch nichts mit der Auferstehung zu tun! Solange die "Silberschnur" noch nicht getrennt ist, kann ein Verstorbener wieder ins Leben zurückgeholt werden. Heute geschieht das ja auch durch die Kunst der Ärzte (deshalb haben wir so viele Berichte, wie es im Jenseits ist), damals durch besondere Personen.
Also, das ist kein Argument gegen die Reinkarnation.
Spice hat geschrieben: ↑So 23. Nov 2025, 18:05
In anderen Bibelstellen kommt ja auch die Reinkarnation zum Ausdruck.
Du solltest, den von mir gesetzten link zu Rate ziehen. Das ist etwas Seriöses gegenüber all den Spekulationen.
Habe ich. Überezugt mich aber nicht.
Hier mein Kommentar dazu.
S.1
Es gibt in den Bibelstellen in Fußnote 2 keine "unaufhörliche Entwicklung". Es gibt nur den Wechsel von einem in den anderen Zustand. "Es ist dem Menschen gesetzt einmal zu sterben, danach aber das Gericht." (Hebräer 9,27)
Hebr. 9,27 ist als Argument gegen die Reinkarnation völlig unbrauchbar, da die Stelle etwas ganz anderes besagt, als was der Unverstand aus ihr in den Köpfen der Gewohnheitschristen gemacht hat. Das kannst du in einem anderen Text Reichelt deutlich erkennen:
https://www.academia.edu/37936734/Genet ... ion_Kirche
Die Aussage in 2. Korinther 3,18 bedeutet nicht "von einer Herrlichkeit zur anderen", sondern die Herrlichkeit des Herrn geht einmalig auf Unaufhörlich wird die Entwicklung auch auf der Neuen Erde sein. Wer sagt denn, dass dort Stillstand herrschen wird ? Stillstand wäre ja Tod.
Ja, siehst du, du sprichst nun auch von der Erde und nicht von jenseitigen Gefilden! Wenn da die Seele auf die Erde kommt, was hindert sie jetzt schon auf die Erde zu kommen und in der Vergangenheit gekommen zu sein?
S.2
Der Tod ist nicht einem Unfall vergleichbar, sondern einem vorsätzlichen Suizid.
Nein. Die Menschen wussten ja gar nicht, was der Tod, was Sterben ist, bevor sie ihn erlebt haben. Auch hier ist Reichelt wieder am klarsten und logischsten von allen:
https://www.academia.edu/41897215/Gott_ ... C3%B6pfung
Der Sinn des Lebens ist es, am Leben zu bleiben und daraus zu lernen.
Wenn der Tod nur ein Unfall ist, was soll die Seele dann daraus lernen ?
Genau: Es geht ums Lernen? Aber wo kann die Seele etwas lernen? Doch nur dort, wo die Hindernisse sind, die sie sich selbst durch ihre Unwissenheit geschaffen hat - also hier auf der Erde. Wenn du die Idee des Lernens aufrecht erhalten willst, bist du implizit damit eher ein Befürworter der Reinkarnation.
Sie hätte ja nichts falsch gemacht.
Sie konnten nichts anderes tun.
Für welche Seelen werden Körper bereit gestellt ? Sind die Seelen schon vorher da oder entstehen sie mit dem Körper erst ?
Wenn es Reinkarnation zur Vervollkommnuns gibt, was ist dann mit den biblischen Erzvätern ? Die waren vor Jahrtausenden schon vollkommen und sind dann verstorben ? Bleiben die denn in einer "Geisterwelt" ? Nein, die sind einfach tot bis zur Auferstehung.
Wenn eine Seele unsterblich ist, dann kann sie natürlich
nicht im Körper entstehen, denn der Körper ist ja ein zusammengesetztes und damit vergängliches Ding, das nichts Unvergängliches hervorbringen kann.
Wie kommst du darauf, dass die Erzväter vollkommen gewesen seien? Das waren sie keineswegs. Sie waren höher entwickelte Seelen gegenüber anderen. Sie sind eben verstorben, weil sie unvollkommen waren.
Wenn man "tot" bis zur Auferstehung ist, leugnet man die Unsterblichkeit der Seele - und, das mag einen aus Unkenntnis nicht bewusst sein - auch die Möglichkeit zur Auferstehung. Du hast aber weiter oben selbst gesagt, Mose und Elia seien die Jüngern erschienen. Also sind sie ja keinesfalls "tot bis zur Auferstehung". Da ist keine Konsistenz in einem solchen Denken. Zu welcher Gemeinschaft gehörst du? Zu den Adventisten?