Sophistische Rhetorik von dir. Demnach kann ich in keinem Fall Recht haben. Entweder es ist falsche Sicherheit oder keine Sicherheit.
Man muss schon den Urtext richtig interpretieren und nicht irgendwas gegen den Strich der Übersetzer lesen.
Das Thema Reinkarnation ist im Judentum kontrovers.
Die in der Bibel beschriebenen Taten der Totenauferweckungen sind zu unterscheiden von der Auferstehung der Toten ins ewige Leben und in die ewige Verdammnis.
Ein auferweckter Lazarus bekam keinen neuen unsterblichen Leib und ist später auch wieder verstorben.
Solang diese "Silberschnur" noch nicht durchtrennt ist, ist die Person einfach noch nicht verstorben. Wie viele Tote sind denn nach mehreren Tagen auferstanden, nachdem sie schon zu stinken anfingen ?Spice hat geschrieben: ↑Mo 24. Nov 2025, 09:57 Solange die "Silberschnur" noch nicht getrennt ist, kann ein Verstorbener wieder ins Leben zurückgeholt werden. Heute geschieht das ja auch durch die Kunst der Ärzte (deshalb haben wir so viele Berichte, wie es im Jenseits ist), damals durch besondere Personen.
Hebräer 9,27 ist nicht gedacht als Apologetik gegen Reinkarnation. In sofern hat der von Reichelt zitierte und paraphrasierte Rüdger Sachau Recht damit wenn er in Bezug auf die Bibel sagt, dass die Reinkarnation "keine Frage ist, die sich ihr gestellt hätte." Wie gesagt, in Hebräer 9,27 steckt nicht die Intention, gegen die Reinkarnation zu argumentieren, aber dass sie deswegen kein Argument gegen die Reinkarnation sein kann, stimmt damit noch längst nicht. Wenn die Reinkarnation keine Frage ist, die sich der Bibel stellt, wie soll man dann in ihr explizite Argumente dagegen finden ? Das wäre dann prinzipiell ausgeschlossen und somit eine Immunisierungstrategie. Umgekehrt dann daraus zu schließen, der Bibel ließen sich Argumente pro Reinkarnation entnehmen, ist natürlich an den Haaren herbei gezogen.Spice hat geschrieben: ↑Mo 24. Nov 2025, 09:57Hebr. 9,27 ist als Argument gegen die Reinkarnation völlig unbrauchbar, da die Stelle etwas ganz anderes besagt, als was der Unverstand aus ihr in den Köpfen der Gewohnheitschristen gemacht hat. Das kannst du in einem anderen Text Reichelt deutlich erkennen: https://www.academia.edu/37936734/Genet ... ion_Kirche
Vorab der Hinweis, dass du mich hier verstümmelt zitiert hast.
Von jenseitigen Gefilden spreche ich sowieso nicht. Was meinst du genau ?
Was die Seele daran hindert, schon in der Vergangenheit gekommen zu sein ? Die Seele war vor der Geburt oder Erschaffung des Leibes gar nicht da. Nirgendwo. Laut Schöpfungsbericht ist der Mensche als lebendige Seele das Produkt aus Staub vom Erdboden und dem Atem Gottes und die Seele Adams ist ad hoc entstanden.
Gotes Warnung wäre sinnlos gewesen, hätte Adam nicht verstanden, was Tod und Sterben ist. Nicht alles muss man erst selbst erfahren haben, um es nicht zu wollen. Du machst, wie Reichelt in seinem Text, Adam zu einem dummen Kleinkind. In dem Text Genetik - Reinkarnation - Kirche spricht Reichelt unter Verweis auf einen Artikel im Spiegel davon, dass "Kinder unabhängig von ihrer Kultur überzeugt sind, als körperlose Wesen bereits vor der Geburt existiert zu haben." Sind diese Kinder etwa schlauer als Adam war ? Der hätte ja nicht nur dann das wissen müssen, sondern auch, dass der Tod nur ein reinkarnierendes Weiterleben bedeutet. Was denn nun ? Zu dumm oder zu schlau ? Sieht nach Zwickmühle aus.Spice hat geschrieben: ↑Mo 24. Nov 2025, 09:57Nein. Die Menschen wussten ja gar nicht, was der Tod, was Sterben ist, bevor sie ihn erlebt haben. Auch hier ist Reichelt wieder am klarsten und logischsten von allen: https://www.academia.edu/41897215/Gott_ ... C3%B6pfung
Abgesehen davon, ich war als Kind nicht davon überzeugt, vor der Geburt körperlos existiert zu haben. Ich hatte ganz andere Flausen im Kopf. Als ich zum ersten mal hörte, Oma sei im Himmel o.ä. ahnte ich, dass das nur etwas ist, was man unbedingt glauben will. Ich spürte, dass das nicht ernst gemeint war. Ich spürte, wie Schmerz und Verlust kompensiert wird. Warum spürte ich das ? Weil vor allem Schmerz und Verlust der Eltern da war und keinerlei Freude. Wieso ist da solche Trauer, wenn jemand Geliebtes an einen schöneren Ort geht und man sie eh dort irgendwann wiedersieht ?
1. Von einer unsterblichen Seele kann in der Bibel keine Rede sein. Und selbst wenn doch, bedeutet das noch nicht, dass sie schon immer da war. Waren die vorgeburtlich körperlos herumgeisternden Kinder etwa tot oder sterbend ?
2. Dass der Körper die Seele hervorgebracht hat, sagt auch niemand. DIe Seele ist mehr als die Summe ihrer Teile.
Jesus bezeichnete sie als Lebendige. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist nicht ein Gott der Toten, sondern ein Gott der Lebendigen.
Als Lebendige bezeichnet er sie, weil sie auferstehen werden (Markus 12,26-27).
Sie waren also vollkommen genug, um an der Auferstehung teil zu haben. Mit der Verwandlung des Leibes kommt dann das Sahnehäubchen oben drauf, oder die Krone des Lebens (Jakobus 1,12 ; Offenbarung 2,10).
Ich leugne, dass mit dem Tod endgültig alles aus ist. Vorübergehend aber ist es mit dem Tod aus. Ich weise die Leugnung eines vorübergehendes Aus-Zustandes zurück. Nach Prediger 9,5 wissen die Toten nichts. Also können auch vermeintlich vorgeburtlich rumschwirrende Geister in diesem Zustand nichts wissen, was sie dann hinein ins Leben vermitteln könnten. Als besonders schön haben die Kinder diesen körperlosen Zustand wohl auch nicht beschrieben, dass man sich dahin zurücksehnt. Und wieso überhaupt körperlos ? Waren sie denn nicht vor ihrer Geburt schon x-mal woanders inkarniert gewesen ? Reichelt weist in Genetik - Reinkarnation - Kirche auf Seit 1 nur lapidar darauf hin, dass "genügend Fälle von Erinnerungen an frühere Erdenleben gibt, die nur durch die Reinkarnation eine befriedigende Erklärung finden." Dass das zumindest in Verbindung mit den Erinnnerungen an vorgeburtlich körperlosen Zuständen nur schwer in Einklang zu bringen ist, hat er wohl offensichtlich selber gemerkt und schnell die Decke drüber geworfen und erst später wieder auf Erinnerungen an frühere Leben zurückkommt, wenn der Leser die körperlosen Kinder schon längst wieder vergessen hat.
Das war Abischai mit Mose und Elia. Ich teile seine Auffassung diesbezüglich nicht.
Ich sehe mich keiner institutionellen Gemeinschaft zugehörig. Als Mitglied geführt werde ich von der evangelischen Kirche, weil ich da "reingeboren" wurde. Ich anerkenne dies nicht. Darüber könnte man gesondert reden. Habe ich auch schon mal irgendwo, meine ich.