Gerechtigkeit aus Glauben

Themen des Neuen Testaments
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Zippo
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Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

es ist vielleicht kein neues Thema, aber es beschäftigt mich immer mal wieder.

Im Römerbrief erklärt Paulus, warum die Gerechtigkeit nicht aus den Werken kommen kann. Er fängt mit Abraham an und wie Gott seine Werke beurteilt.
[Röm. 4,1-3] Was sagen wir denn von unserem Vater Abraham, dass er gefunden habe nach dem Fleisch? Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott. Was sagt denn die Schrift? „Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“
Gerecht vor Gott haben ihn diese Werke nicht gemacht, da ging es Gott mehr um den Glaubensgehorsam. Denn Abraham tat stets, was Gott ihm auftrug und bekam deshalb auch große Zusagen. 1 Mo 15,4-7, 1 Mo 22,15-18

Warum legt Gott soviel Wert auf den Glauben, wenn es um Gerechtigkeit geht ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Isai
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Isai »

Grüß Dich Thomas,


spontan fällt mir dazu ein, dass Glauben ja bedeutet, der Gerechtigkeit Gottes zu vertrauen und diese Gerechtigkeit durch Glaubensgehorsam zu bejahen. Damit ist der Glaube Gerechtigkeit.


Lieben Gruß,

Isai
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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Abischai
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Abischai »

Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:18 Warum legt Gott soviel Wert auf den Glauben, wenn es um Gerechtigkeit geht ?
Glaube ist DAS Thema in der Weltgeschichte seit Adam. Und da es nur um eine einzige Sache geht, nämlich Glauben gegen Unglauben, wäre es äußerst verwunderlich, wenn es Gott um irgendetwas anderes ginge als den Glauben. Denn wer, wenn nicht der Allmächtige, wüßte besser, was wirklich wichtig ist?

Wer glaubt, lebt, wer nicht glaubt stirbt. Wer zu glauben beginnt, wird heil, wer im Unglauben verharrt, bleibt im Tod. Glücklicherweise ist damit nicht alles vorbei, denn zu unseren wunderbaren Lebzeiten hier auf der Erde kann jeder Mensch umkehren, und das hängt mit Glauben zusammen. Und wer sich verführen läßt, doch auf seine gefallene Natur zu vertrauen anstatt allein auf Gott, kommt m Ziel an, genau das ist der Widerstreit zwischen Scheingerechtigkeit die aus Werken resultiert, und dem Glauben, der sich allein auf das stüzt, was und wie Gott das gesagt hat.

Der Terminus "Gerechtigkeit aus Werken" ist nicht ganz korrekt. Es gibt keine solche Gerechtigkeit, die Menschen sind nur so von sich selbst überzeugt, daß sie das so nennen und auch wirklich meinen das richtige damit zu sagen.

Der Herr Jesus hat auch gesagt: "wenn ihr Sünde hättet (wäre das in Ordnung), da ihr aber ohne Sünde seid, bleibt eure Sünde" (so sinngemäß).
Damit meinte er bekanntermaßen nicht, daß jene Pharisäer und Schriftgelehrten ohne Sünde seien, sondern daß sie der zwar festen aber fälschlichen Überzeugung waren, ohne Sünde zu sein.
Diejenigen, die ihre Sünde nicht zu verheimlichen gedachten, sondern sie dem Herrn bekannten, wurden geheilt, ihnen wurden ihre Sünden allesamt vergeben. Das war ncoh niemals anders, die Psalmen sind voll davon, und das war ja nun bekanntermaßen sehr lange vor Einsetzung des Neuen Bundes.

David psalmte nach dem Ehebruch gegen Uria später: "als ich schweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine". Wer seine eigene Sünde schönredet oder verheimlicht, verreckt. Und wer die Sünde anderer ebenso vergoldet macht, daß der andere daran verreckt. (Man könnte das als Mord werten, zumindest als unterlassene Hilfeleistung.)

Und genau so ist das mit dem Glauben. Es gibt Leute, die meinen. Glauben zu haben, haben aber gar keinen oder nur ganz wenig. Die Aufrichtigen unter den Menschen, die sich zu Gott wenden, sprechen sowas wie: "ich glaube ja so gut ich kann, kann es nicht besser, hilf mir wegen meines Unglaubens", oder "Herr, mehre uns den Glauben!"
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Helmuth
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Helmuth »

Isai hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:23 spontan fällt mir dazu ein, dass Glauben ja bedeutet, der Gerechtigkeit Gottes zu vertrauen und diese Gerechtigkeit durch Glaubensgehorsam zu bejahen. Damit ist der Glaube Gerechtigkeit.
Könnte ich nicht besser formulieren. Der Glaube, der von Gottes Gerechtigkeit abweicht, kann somit auch kein Glaube sein, der vor Gott standhält. Das ist simple Logik, die aber nicht jedem vertraut sein könnte. Es muss der Glaube sein, den Gott will, dass wir ihn haben. Und wichtig zu wissen finde ich auch das: Ein anderer kann das allgemein nicht beurteilen, es sei denn es handelt sich um klare Missachtungen des Wortes, wie Ehebruch, Diebstahl und dgl.

Ich denke eine Gefahr ist diese: Du sollst nicht davon getrieben sein alles richtig machen zu müssen, weil du sonst fürchtest ein Gebot zu übertreten. Diese Art Glaube ist keine Glaube, sondern aus Angst getrieben versuchst du nicht zu sündigen und richtest dich immerfort. Ich hab grad Bilder im Kopf, wie sich Mönche selbst geißeln und meinen es wäre heilig. Ja Gott ist heilig, aber Liebe und nicht der Weg in neue Knechtschaft.

Das Problem ist dabei nicht nur, dass du dich selbst richtest, wobei du selbst gar nicht umkehrst und bigott deinen Weg so fortsetzt, sondern es kommt hinzu, dass du andere auf diese Weise ebenso richtest. Und wehe du hast Macht, dann ist das ein großes Übel für deine Umwelt.

Der Weg führt allzuoft auch in eine Werksgerechtigkeit, dass du richtg und falsch nur anhand sichtbarer Taten misst. Und noch ein Kriteirum fiele mir ein:. Wenn du nicht genau das Bekenntnis hast, das ich habe (bzw. das unserer Kirche), dann ist dein Glaube falsch.

Man setzt eigene Maßstäbe, die aber kein Wort Gottes sind.. Paulus hatte gesagt, dass ihm das Gesetz der Gebote auf diese Weise betrogen hatte, und in ihm alle Begierde geweckt hatte, und so sündigte er erst recht, merkte es aber gar nicht. Er kannte so aus eigener Erfahrung, wohin ihn sein Pharisäergeist gebracht hatte.

Ich sehe das Gewissen immer noch als den zuverlässigsten Alarmmelder. Ich halte es für gar nicht möglich ein gegebenes Gebot so zu missachten, dass dein Gewissen dazu gar nicht belastet wird. Dann wärst du schon auf dem Weg zum Abfall. Aber solange es intakt ist, wird es an dir rütteln, weil der Heilige Geist sich dessen bedient um dich rechtzuleiten, und alles in Liebe und nicht aus Zwang.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 5. Jan 2026, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Isai hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:23 Grüß Dich Thomas,


spontan fällt mir dazu ein, dass Glauben ja bedeutet, der Gerechtigkeit Gottes zu vertrauen und diese Gerechtigkeit durch Glaubensgehorsam zu bejahen. Damit ist der Glaube Gerechtigkeit.


Lieben Gruß,

Isai
Es ist aus dem Schöpfungsbericht bekannt, daß Adam und Eva nicht gehorsam waren. Sie haben Gottes Wort nicht vertraut und wurden bestraft.
Von daher ist verständlich, daß Gott dieses Vertrauen in seine Anweisungen wichtig findet und er hat sich gefreut, wenn der Mensch ihm folgsam war. Erst hatte er nur das Gewissen, dann kam das Gesetz hinzu, um den Menschen auf den Weg der Gerechtigkeit zu bringen.
3 Mo 18,5
Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR.
Wer Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit hatte, der ist seinem Gewissen oder, wenn er es kannte, dem Gesetz gefolgt.

Aber es sollte sich herausstellen, daß das alles nicht ausreicht. Anstattdessen knüpft Gott an den Glauben Abrahams an und sagt, daß es sein Glaube war, der ihn gerecht vor Gott gemacht hat.
[Röm. 4,2-3] Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott. Was sagt denn die Schrift? „Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“
Abraham ist der Stimme Gottes gefolgt und hat getan, was er wollte.

Das Vertrauen in diese Gerechtigkeit Gottes führt schließlich zu dem Werk Jesu, der die Gerechtigkeit vor Gott auf ein völlig anderes Fundament stellt, das ist die Gnade Gottes.
[Röm. 5,1-2] Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll.
Darauf aufbauend sollen die Werke, die auf diesem Fundament aufbauen, nur als Beweise dienen, welche die Echtheit des Glaubens bezeugen. Jak 2,17-24

Warum hat sich Gott für solch eine Gerechtigkeit entschieden ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 14:11 Das Vertrauen in diese Gerechtigkeit Gottes führt schließlich zu dem Werk Jesu, der die Gerechtigkeit vor Gott auf ein völlig anderes Fundament stellt, das ist die Gnade Gottes.
Die Aussage verstehe ich entweder nicht, oder wenn ich sie so lese, wie du geschrieben hast, dann halte ich sie gleich für zweifach falsch. Erstens: Gott hat seine Gerechtigkeit nicht auf ein anderes Fundament gestellt, sondern Jesus war so gerecht, wie es Gott erwartet, und zwar zu 100%, und so ist Jesus das Fundament. Hätten wir den Glauben Jesu, wir würden wie er Wunder wirken, weil uns Gott ebenso weit mehr vertrauen könnte.

Es gab aber nie eine andere Grundlage. Mensch ist Mensch und Sünde ist Sünde, früher wie heute. Noah fand Gnade in den Augen JHWH's, und wir finden sie auch in seinen Augen. Es ist wirklich in beiden Fällen der Glaube, wie es auch über Noah bezeugt wird.
Heb 11,7 hat geschrieben: Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.
So ist auch er Erbe der Gerechtigkeit. Und ob man das versteht oder nicht, Jesus ist für ihn gleichfalls gestorben, was Noah zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen konnte. Aber Gott weiß, ob jemand die Bedingungen erfüllt oder nicht. Und zweitens wäre es fatal nun an die Gnade zu glauben als Erlösungskriterium.

Das wünschten sich doch auch etliche Heiden, dass sie derart glauben, was immer sie tun, am Ende werden sie begnadigt. Sie verharmlosen damit die Sünde als menschlich normal, wogegen halt keiner was tun kann. Gott denkt wohl anders.

Ich denke bei der Werksgerechtigkeit geht es wieder um etwas anderes. Es sind Gläubige mit der Fehlhaltung, dass sie durch ihr Tun gerecht sind. Sie geben Almosen. Das will Gott, also sind sie gerecht. Sie zahlen den Zehnten. Das will Gott, also sind sie gerecht und damit wird sie Gott annehmen.

Was sie übersehen ist ist ihr Herz. Man hat von mir aus gute Taten, aber sie sind sich ihrer bösen Haltung nicht bewusst. Bei uns nennt man sie heute Gutmenschen. Sünde kehrt man unter den Teppich oder weiß sie nicht einmal. So bilden sie sich nur etwas ein, was sie aber nicht sind. Gott will aber zuerst unser Herz. Ansonsten will er nicht in uns wohnen.

Oder man meint, durch gute Taten werden schlechte wieder kompensiert. Ein weiterer fataler Irrtum. Und so glaubt man, dass Gott gnädig ist, was ja nicht falsch ist, nur unter anderen Prämissen, damit und alles wäre in Ordnung. Jesus skizziert zwei Typen von Gläubigen, von denen ich meine, er spricht damit auch dieses Haltungsmuster an. Der eine glaube derart:
Lk 18,11-12 hat geschrieben: Der Pharisäer trat hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die Übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche, ich verzehnte alles, was ich erwerbe.
Der andere hingegen, der Zöllner hatte gar keine Werke, die er vorweisen konnte, oder es wären nur die schlechten gewesen. Doch gerade dafür schämte er sich und bereute es vor Gott aus ganzem Herzen. So meine ich wird sein Gebet um Gnade auch erhört, was Jesus uns damit lehrt:
Lk 18,13-14 hat geschrieben: Der Zöllner aber, von fern stehend, wollte nicht einmal die Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und sprach: O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus vor jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Lena
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Lena »

Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:18 Warum legt Gott soviel Wert auf den Glauben, wenn es um Gerechtigkeit geht ?
Was bedeutet „Glaube“? Das Wort Glaube kommt aus dem Indogermanischen und bedeutet „begehren“ oder „lieb haben“.
Das erste und grösste Gebot ist Gott zu lieben.
Unser Glaube ist Ausdruck von der Liebe zu Gott.
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Abischai hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 13:16
Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:18 Warum legt Gott soviel Wert auf den Glauben, wenn es um Gerechtigkeit geht ?
Glaube ist DAS Thema in der Weltgeschichte seit Adam. Und da es nur um eine einzige Sache geht, nämlich Glauben gegen Unglauben, wäre es äußerst verwunderlich, wenn es Gott um irgendetwas anderes ginge als den Glauben. Denn wer, wenn nicht der Allmächtige, wüßte besser, was wirklich wichtig ist?
Erst ging es doch darum, dem Gewissen zu folgen und auf diese Weise das Gute zu wählen und das Böse zu meiden.
Dann kam noch das Gesetz hinzu, wer es tut, der sollte leben.3 Mo 18,5
Gal 3,12
Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern „der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.“
Abischai

Wer glaubt, lebt, wer nicht glaubt stirbt. Wer zu glauben beginnt, wird heil, wer im Unglauben verharrt, bleibt im Tod. Glücklicherweise ist damit nicht alles vorbei, denn zu unseren wunderbaren Lebzeiten hier auf der Erde kann jeder Mensch umkehren, und das hängt mit Glauben zusammen. Und wer sich verführen läßt, doch auf seine gefallene Natur zu vertrauen anstatt allein auf Gott, kommt m Ziel an, genau das ist der Widerstreit zwischen Scheingerechtigkeit die aus Werken resultiert, und dem Glauben, der sich allein auf das stüzt, was und wie Gott das gesagt hat.
Eine ganze Zeit lang hat Gott ja auch auf das Leben der Menschen geschaut und dem Volk Israel hat er gesagt, "Tut dies, so werdet ihr leben"
Dann erst kam die Lehre Jesu, die zur Umkehr mahnt und das ewige Leben mit dem Glauben an sein Werk verbindet.
Joh 3,36
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Da wird dem Glauben einiges abverlangt, weil die Kreuzigung dem, was Menschen für gerecht halten, so diametral entgegen steht.
Außerdem war man gewöhnt, seine Gerechtigkeit in der Einhaltung des Gesetzes zu suchen, aber das sollte nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Abischai

Und genau so ist das mit dem Glauben. Es gibt Leute, die meinen. Glauben zu haben, haben aber gar keinen oder nur ganz wenig. Die Aufrichtigen unter den Menschen, die sich zu Gott wenden, sprechen sowas wie: "ich glaube ja so gut ich kann, kann es nicht besser, hilf mir wegen meines Unglaubens", oder "Herr, mehre uns den Glauben!"
Es kommt darauf an, was man glauben soll. Man kann glauben, daß man ein guter Menschen bleiben soll, um Gott zu gefallen. Die Juden vertrauten auf das Regelwerk ihres Gesetzes.
Paulus würde sagen, daß sie beide gescheitert sind, darum bemüht er sich ja in den ersten 3 Kapiteln des Römerbriefes.

Viel Sünde wird entweder nicht als solche erkannt, oder verdrängt, darüber spricht der Herr Jesus in der Bergpredigt und spricht einige Wunde Punkte an. Mt 5-7
Dann kommt der Herr Jesus mit dem Glauben an sein Werk und will dem Menschen durch Gnade ein anderes Fundament geben. Er sagt, der Mensch hätte kein Lösegeld für ihre Seele.
Mt 16,26
Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele?
Das Werk Jesu bringt dieses Lösegeld, daß den Menschen erlösen kann, aber dem Glauben eines Menschen wird viel abverlangt, wenn er auf das Kreuz schaut. Denken nicht viele Menschen: "Warum hält Gott so etwas für gerecht ?"

Gruß Thomas
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 05:48
Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 14:11 Das Vertrauen in diese Gerechtigkeit Gottes führt schließlich zu dem Werk Jesu, der die Gerechtigkeit vor Gott auf ein völlig anderes Fundament stellt, das ist die Gnade Gottes.
Die Aussage verstehe ich entweder nicht, oder wenn ich sie so lese, wie du geschrieben hast, dann halte ich sie gleich für zweifach falsch. Erstens: Gott hat seine Gerechtigkeit nicht auf ein anderes Fundament gestellt, sondern Jesus war so gerecht, wie es Gott erwartet, und zwar zu 100%, und so ist Jesus das Fundament. Hätten wir den Glauben Jesu, wir würden wie er Wunder wirken, weil uns Gott ebenso weit mehr vertrauen könnte.
Für mich ist es eine fundamentale Aussage des christlichen Glaubens.
[Luther 1912: Joh. 1,17] Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.
Da hat sich mit dem Erscheinen Jesu Christi etwas ganz grundlegendes geändert. Was nützt uns ein Mensch der 100% gerecht war ? Aber er hat durch sein Sterben und seine Auferstehung die Grundlage für die Errettung aller Menschen geschaffen.
[Luther 1912: Jes. 53,5] Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Weil der Herr Jesus für uns ungerechte Menschen die Strafe getragen hat, deshalb kann uns von Gott Gnade zugesprochen werden. Und das ist das Fundament, auf dem gläubige Christen aufbauen können.
[1. Kor. 3,10-13] Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf [diesen] Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer offenbart wird; und von welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren
Helmuth

Es gab aber nie eine andere Grundlage. Mensch ist Mensch und Sünde ist Sünde, früher wie heute. Noah fand Gnade in den Augen JHWH's, und wir finden sie auch in seinen Augen. Es ist wirklich in beiden Fällen der Glaube, wie es auch über Noah bezeugt wird.
Heb 11,7 hat geschrieben: Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.
So ist auch er Erbe der Gerechtigkeit. Und ob man das versteht oder nicht, Jesus ist für ihn gleichfalls gestorben, was Noah zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen konnte. Aber Gott weiß, ob jemand die Bedingungen erfüllt oder nicht. Und zweitens wäre es fatal nun an die Gnade zu glauben als Erlösungskriterium.
So großartig der Glaube des Noah auch war, aber das Fundament für seine Errettung hat der Herr Jesus geschaffen. Er hat auch ihm Sünden vergeben und hat ihn aus der scheol erlöst, weil er Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.

Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Warum ist die Gnade bei Noah kein Erlösungskriterium ?

Gruß Thomas
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stereotyp
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von stereotyp »

Zippo hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 11:38 Das Werk Jesu bringt dieses Lösegeld, daß den Menschen erlösen kann, aber dem Glauben eines Menschen wird viel abverlangt, wenn er auf das Kreuz schaut. Denken nicht viele Menschen: "Warum hält Gott so etwas für gerecht ?"
Wenn man sich die "Universale Erklärung der Menschenrechte" so ansieht, wird das Problem in meinen Augen deutlich. Der moderne Mensch glaubt, er hätte ein Recht auf alle möglichen Dinge. Wozu sollte ein Mensch, ausgestattet mit solchen Rechten, noch Gnade bedürfen?
Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.
Sprüche 18,2 (Elb)
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