Gerechtigkeit aus Glauben

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Helmuth
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 17:45 Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Warum ist die Gnade bei Noah kein Erlösungskriterium ?
Auf die Gnade Gottes können nur die hoffen, die auch in seinem Glauben stehen. Dieses Kriterium hat Noah erfüllt. Ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, kann niemals gerecht werden, da nur Gott die Maßstäbe für Gerechtigkeit und auch Liebe setzt. Genau daran muss man glauben. Und das nennt die Schrift, dass uns Gottes Wort bzw. Gesetz ins Herz geschrieben ist.

Dennoch ist Glaube an Gnade kein Erlösungskriterium, und ich habe das erklärt. Wird es nicht verstanden, dann ist es halt so. Die Schrift selbst bezeugt, dass es der Glaube ist, der rechtfertigt und das gilt heute gleichermaßen für Christen.

Gott hatte sich zuletzt durch Christus geoffenbart wie seinerzeit unter Mose durch Mose. Zu Moses Zeiten war der rechte Glaube an Gott der, dass man an Mose glaubte. Heute ist der rechte Glaube, dass wir an Jesus glauben, wie also Gott seine Knechte zu seiner Zeit sendet:
2. Mo 19,9 hat geschrieben: Und JHWH sprach zu Mose: "Siehe, ich werde zu dir kommen im Dunkel des Gewölks, damit das Volk höre, wenn ich mit dir rede, und dir auch glaube auf ewig." Und Mose tat JHWH die Worte des Volkes kund.
Blau zitiert sind Gottes eigene Worte. Bei Noah war es so, dass er das glaubte, wie er sich ihm geoffenbart hatte, dass er eine Arche bauen sollte. Indem er das getan hatte, zeigte er, dass er glaubte. Heute ist uns geoffenbart, dass wir Gottes Gnade durch Jesus Christus erlangen, und zwar ganz konkret aufgrund seines Sühnetodes am Kreuz, wenn wir daran auch glauben. Der Glaube bleibt damit das elementare Kriterium.
Joh 3,14-15 hat geschrieben: Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Und an sich ist es zu allen Zeiten das Werk des Heiligen Geistes, indem er uns erneuert, wenn wir glauben. Das gilt für alle Menschen, ob sie das wissen oder nicht ist weniger von Bedeutung, aber das bewirkt der Glaube an den einen Gott JHWH.

Kein anderer als ein vollkommene Gerechter hätte das Opfer bringen können. Es sind schon Menschen um Gottes Willen gestorben und sie verdienen es heilig gesprochen zu werden, aber da sie nicht frei von Sünde waren, können sie nicht Erlösung bringen. Sie können aber Vorbilder des Glaubens sein, wie uns Hebräer 11 solche vorstellt.

Ich habe erklärt, dass man vor Christus noch gar nicht wissen konnte, dass Jesus ein Erlösungswerk vollbringen wird. Daher deutest du das nicht korrekt, dass sich die Dinge grundlegend geändert haben. Es hat sich nichts geändert, sondern die Erlösung wurde schrittweise geoffenbart, von Noah beginnend hin zu Abraham, dann zu Mose und zu David bis hin zu Jesus. Heue haben wir ein vollständiges BIld.

Aber auch nicht dieses Wissen ist der springende Punkte, sondern Immer schon war der Glaube das entscheidende Merkmal, was Menschen vor Gott gerecht spricht. Das war zu keiner Zeit anders. Und die Menschen, denen sich Gott nicht offenbarte, werden auf der Basis ihres Gewissens gerichtet. Auch das lehrt Paulus, für meine Begriffe sehr klar. Das Erlösungswerk wurde früher nur angedeutet, wie zum ersten Mal hier:
5. Mo 18,15 hat geschrieben: Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, gleich mir, wird JHWH, dein Gott, dir erwecken; auf ihn sollt ihr hören;
Und so wie man einst auf Mose hören sollte, so sollen wir heute auf Jesus Christus hören. Wenn wir an ihn glauben, können wir gerecht werden, wie es vor Gott standhält. Andere Versuche scheitern an deiner Selbstgerechtigkeit, d.h. darin ist man sich selbst der Maßstab und darin wirkt nicht die Kraft des Heiligen Geistes. Dagegen predigte Jesus scharf, wenn er gegen den Glauben der Schriftgelehrten und Phariäser geredet hatte.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 08:37
Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 12:18 Warum legt Gott soviel Wert auf den Glauben, wenn es um Gerechtigkeit geht ?
Was bedeutet „Glaube“? Das Wort Glaube kommt aus dem Indogermanischen und bedeutet „begehren“ oder „lieb haben“.
Das erste und grösste Gebot ist Gott zu lieben.
Unser Glaube ist Ausdruck von der Liebe zu Gott.
Was bedeutet dann die Liebe in Bezug auf die Gerechtigkeit ? Wie kann man lieben, um gerecht vor Gott zu erscheinen ?
Abraham ist der Stimme Gottes gefolgt und hat getan, was Gott von ihm wollte.
1 Mo 15,6
Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
Deswegen wird im NT an dem Glauben des Abraham viel angeknüpft und Gott hat dem Abraham auch einen Segen versprochen. Ein Segen, der durch den Erben dieses Segens Jesus Christus, an alle Menschen verteilt wird, die ihm glauben und ihm nachfolgen. Gal 3,..14...

Denn Glauben und Handeln hängen eng zusammen. Man kann sich auch keine Liebe vorstellen, die nur auf schönen Worten basiert.
Wer liebt, tut, was Gott sagt, so wie es der Herr Jesus Christus auch getan hat und hat den Tod am Kreuz nicht gescheut, um Gott gehorsam zu sein. Phil 2,...8
Und für die Menschen das Lösegeld zu schaffen, damit sie vor Gericht und Tod bewahrt werden können.
[Joh. 5,24] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

stereotyp hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 17:58
Zippo hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 11:38 Das Werk Jesu bringt dieses Lösegeld, daß den Menschen erlösen kann, aber dem Glauben eines Menschen wird viel abverlangt, wenn er auf das Kreuz schaut. Denken nicht viele Menschen: "Warum hält Gott so etwas für gerecht ?"
Wenn man sich die "Universale Erklärung der Menschenrechte" so ansieht, wird das Problem in meinen Augen deutlich. Der moderne Mensch glaubt, er hätte ein Recht auf alle möglichen Dinge. Wozu sollte ein Mensch, ausgestattet mit solchen Rechten, noch Gnade bedürfen?
Haben wir auch ein Recht auf Sündvergebung und ewiges Leben ?

Die Gnade Gottes gewährt uns beides. Aber sie ist nicht kostenlos zu haben, denn Menschen brauchen ein Lösegeld, um von ihrer Sünde freigekauft zu werden. Sonst bleibt bloß Gericht und Strafe.
Und leider brauchen Menschen auch ein Lösegeld, um von der Sünde Adams freizukommen, denn Gott hat diese Strafe auf alle Menschen übertragen.

Ich sehe immer deutlicher die Unfähigkeit des Menschen, sich selbst zu erlösen. Deswegen ist Gnade unausweichlich. Und den Zugang zu dieser Gnade schafft der Glaube:
Rö 5,1-2
Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von stereotyp »

Zippo hat geschrieben: Mi 7. Jan 2026, 15:08 Haben wir auch ein Recht auf Sündvergebung und ewiges Leben ?
Sag mal einem modernen Menschen, dass er das nötig hat. Das empfindet er als "hate speech".
Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.
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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 7. Jan 2026, 05:33
Zippo hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 17:45 Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Warum ist die Gnade bei Noah kein Erlösungskriterium ?
Auf die Gnade Gottes können nur die hoffen, die auch in seinem Glauben stehen. Dieses Kriterium hat Noah erfüllt. Ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, kann niemals gerecht werden, da nur Gott die Maßstäbe für Gerechtigkeit und auch Liebe setzt. Genau daran muss man glauben. Und das nennt die Schrift, dass uns Gottes Wort bzw. Gesetz ins Herz geschrieben ist.
Es steht geschrieben, daß es ohne Glauben nicht möglich ist, Gott zu gefallen:
Hebr 11,6
Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.
Noah hatte reichlich Glauben, als er die Arche baute, obwohl kein Regen zu erwarten war, der die ganze Welt untergehen läßt. Er wurde aufgrunddessen ein Erbe der Gerechtigkeit, die nach dem Glauben ist.
[ELB-BK: Heb. 11,7] Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.
Was hat Noah denn geerbt, auf welche Gerechtigkeit bezieht sich das ?

Ich denke da an die Verheißung, die dem Abraham zugesagt wurde und bis zu dem Mittler Jesus weitergereicht wurde:
1 Mo 22,18, Gal 3,8.16
[ELB-BK: Röm. 4,13] Denn nicht durch Gesetz wurde dem Abraham oder seinen Nachkommen die Verheißung, dass er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit.
Es ging um die Erlösung von Übertretungen und das ewige Erbe, das auch dem Noah zugesagt wird.
[ELB-BK: Heb. 9,15] Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen;
Bei Gericht zählt die Gnade, denn das Gericht spricht schuldig, aber die Gnade spricht frei.
Der Glaube ist lediglich der Zugang zu dieser Gnade. Noah ist durch seinen Glauben und das damit verbundene Werk ein Erbe der Gerechtigkeit geworden, die durch Jesus Christus gekommen ist.

Gruß Thomas
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 7. Jan 2026, 17:17 Der Glaube ist lediglich der Zugang zu dieser Gnade.
Korrekt, da sind wir uns wieder einig. Wir müssen es aber nicht über Gebühr zerreden. Ich denke, du weißt sehr wohl, dass der Glaube das Um und Auf ist um Gott zu gefallen. Und dem folgen auch gute Werke. Aber es geht nicht umgekehrt. An der Erkenntnis sollten wir nicht scheitern.

Nur so können wir wahre Gerechtigkeit lernen. Zu Gottes Gefallen gehört auch, dass er uns erretten will aus allem Übel, was das Ablegen böser wie nutzloser Werke bedingt. Aus dem Grund sollen wir auch mitarbeiten sein Evangelium von Jesus Christus zu predigen, der dies ermöglicht hat. Hab's gerade wieder auf einfache Weise getan.

Lob sei unserem Herrn Jesus Christus :!:
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 7. Jan 2026, 05:33
Zippo hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 17:45 Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Warum ist die Gnade bei Noah kein Erlösungskriterium ?
Dennoch ist Glaube an Gnade kein Erlösungskriterium, und ich habe das erklärt. Wird es nicht verstanden, dann ist es halt so. Die Schrift selbst bezeugt, dass es der Glaube ist, der rechtfertigt und das gilt heute gleichermaßen für Christen.
Glaube ist Bedingung, aber die Gnade ist das Fundament, vielleicht können wir es so aufteilen.
Helmuth
Gott hatte sich zuletzt durch Christus geoffenbart wie seinerzeit unter Mose durch Mose. Zu Moses Zeiten war der rechte Glaube an Gott der, dass man an Mose glaubte. Heute ist der rechte Glaube, dass wir an Jesus glauben, wie also Gott seine Knechte zu seiner Zeit sendet:
2. Mo 19,9 hat geschrieben: Und JHWH sprach zu Mose: "Siehe, ich werde zu dir kommen im Dunkel des Gewölks, damit das Volk höre, wenn ich mit dir rede, und dir auch glaube auf ewig." Und Mose tat JHWH die Worte des Volkes kund.
Den Propheten sollte das Volk zu allen Zeiten glauben schenken. Mose hat sich durch viele Zeichen und Wunder ausgewiesen, dem sollte das Volk Israel vertrauen. Aber durch Mose kam nicht die rettende Botschaft, sondern das Gesetz. Das Gesetz war nur eine Vorbereitung für das Evangelium.
[Luther 1912: Röm. 3,19] Wir wissen aber, dass, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei;
[Luther 1912: Röm. 3,20] darum dass kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Das Gesetz sollte aller Welt zeigen, wo sie schuldig sind vor Gott. Damit Menschen erkennen, wo sie Buße tun müßen, aber das Gesetz konnte den Menschen nicht gerecht machen.
Das war dann die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt, wie Paulus es sagt:
[Luther 1912: Röm. 3,21] Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
[Luther 1912: Röm. 3,22] Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.
Wie es auch der Prophet Habakuk bezeugt:
[ELB-BK: Hab. 2,4] Siehe, aufgeblasen, nicht aufrichtig ist in ihm seine Seele. Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
Das Wort Habakuks bezog sich ja auf die Zukunft. Da war zwischen dem Glauben an Mose und dem Glauben an den Herrn Jesus also noch ein qualitativer Unterschied.
Mose konnte mit dem Gesetz nur vorbereiten, aber erst das rettende Werk Jesu brachte die Glaubensgerechtigkeit und das Lösegeld um alle Menschen von Sünde und Tod freizukaufen und zu befreien.

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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 7. Jan 2026, 05:33 Ich habe erklärt, dass man vor Christus noch gar nicht wissen konnte, dass Jesus ein Erlösungswerk vollbringen wird. Daher deutest du das nicht korrekt, dass sich die Dinge grundlegend geändert haben. Es hat sich nichts geändert, sondern die Erlösung wurde schrittweise geoffenbart, von Noah beginnend hin zu Abraham, dann zu Mose und zu David bis hin zu Jesus. Heue haben wir ein vollständiges BIld.
Gott hat doch zunächst die Menschen mit einem Gewissen ausgerüstet und damit konnten sie sich bemühen ein rechtschaffenes Leben zu führen. Das geht sogar bis in die heutige Zeit, denn das Evangelium ist noch längst nicht in allen Köpfen.
Das Volk Israel vertraut bis auf den heutigen Tag auf das Gesetz des Mose und glaubt Gott in irgendeiner Weise damit wohlwollend zu stimmen. Nur einige Juden haben begriffen, daß auch diese Bemühungen vor Gott nicht ausreichen und sie erkennen an, daß der Herr Jesus Christus das Lösegeld gebracht hat, um ihre Sünden zu tilgen und sie vor dem zweiten Tod zu bewahren.
Die gesetzestreuen Juden glauben, daß Gott ihnen die Sünden einfach so vergeben kann, wenn sie Buße tun. Das machen sie ja am Versöhnungstag, dem Jom Kippur. Aber der gerechte Gott kann ihnen die Übertretungen nicht einfach so vergeben. Das hat er ja auch früher nicht getan, als noch Tieropfer zur Sühnung dienten.

Alle diese Bemühungen müßen letztlich scheitern, wie Paulus in den ersten Kapiteln des Römerbriefes erklärt. Denn kein Mensch hat das Lösegeld, um sich von Sünden freizukaufen.
Die Bemühungen des Menschen um Erlösung mußte ein einziger Mensch bewirken, der die Strafe für den gefallenen Adam und seine Nachkommen trägt. Jes 53,5, Mt 20,28, Mt 26,28

Der Herr Jesus Christus hat es vollbracht und hebt die Gerechtigkeit auf ein Fundament der Gnade. Das hat es doch früher nicht gegeben. Darauf kann jeder gläubige Christ bauen. 1 Kor 3
Bis dahin sind die Menschen, auch wenn sie von Gott als gerecht bezeichnet wurden und trotz ihres Glaubens in der scheol gelandet und warteten dort auf ihre Erlösung. Ihr Glaube und ihre Werke machten sie zu Erben der Gerechtigkeit, die aber allein durch den Herrn Jesus Christus gekommen ist. Sach 9,11

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