Erweckung

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Helmuth
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Erweckung

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 18:00
Helmuth hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 14:22 Das kann jeder tun, dazu muss er gar nicht erst wie Gideon beauftragt werden.
Das ist richtig, aber auch Gideon und Joasch hätten das schon längst tun können, taten sie aber nicht. Und warum? Weil sie "erweckt" werden mußten.
Dem kann man zustimmen. Lasst uns mal über Erweckung sprechen. Das kann m.E. ein sehr wichtiges Thema sein. Was fällt euch dazu ein, ohne dass einmal einen längeren Vortrag halte? Dazu nur eine Schriftstelle, sozusagen als Animation:
Ri 2,16 hat geschrieben: Und JHWH erweckte Richter; und sie retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Kol 3:1: "Seid ihr also mit Christus auferweckt worden, so suchet das, was droben ist, dort, wo Christus weilt, indem er zur Rechten Gottes thront!"
Für mich ist Erweckung etwas geistiges und ich muss da eher an die verschiedenen Erweckungsbewegungen denken - als an die Richter im AT.
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

Liegnitz, 1828
oTp
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Re: Erweckung

Beitrag von oTp »

Ach Helmut, was willst du aussagen ?
Nehmen wir die Erweckungsprediger, die befähigt dazu waren, ganze Versammlungen tief innen anzusprechen.
Oder man verfolge die Bewegung der Herrenhuther.

Zaire war mal ein Orientierungszentrum.
Über Toronto und Pendacola haben wir ja inzwischen schon viel gesagt.
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Helmuth
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Re: Erweckung

Beitrag von Helmuth »

Hoger hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 08:33 Für mich ist Erweckung etwas geistiges und ich muss da eher an die verschiedenen Erweckungsbewegungen denken - als an die Richter im AT.
Ich sehe aus geistlicher Perspektive keinen wirklichen Unterschied. Es wird auch derslbe Begriff "erwecken" verwendet. Zur Zeit der Richter oder in heutiger Zeit geht es um eine Rückbesinnung zu Gott, um eine Umkehr und Abkehr von bösen Wegen. Und wenn wir merken, dass wir beginnen lau zu werden, dann ist es auch bei uns an der Zeit.


oTp hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 09:34 Ach Helmut, was willst du aussagen ?
Ich wollte nicht gleich vorpreschen, sondern zuerst euch aussagen lassen. Du hast auch schon etwas dazu gesagt, was ich gerne aufgreife.
oTp hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 09:34 Nehmen wir die Erweckungsprediger, die befähigt dazu waren, ganze Versammlungen tief innen anzusprechen.
Die Berührung der Herzen ist wohl die wichtigste Sache, die Erweckung bewirkt. Dabei sollte es nicht bleiben, sonst ist es nur wie bei einem Film. Man wird von einer Handlung berührt, möglicherweise sogar tief, geht nach Hause, doch dann ebbt alles wieder ab. Als Petrus seine erste öffentliche Predigt hielt, berührte das tief die Herzen:
Apg 2,37 hat geschrieben: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?
Wie ich sagte, dabei sollte es nicht bleiben. Und als die Juden fragten, was sie tun sollten, dann erging eine recht klare Anweisung:
Apg 2,38 hat geschrieben: Petrus aber spricht zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
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oTp
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Re: Erweckung

Beitrag von oTp »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 11:54 Die Berührung der Herzen ist wohl die wichtigste Sache, die Erweckung bewirkt. Dabei sollte es nicht bleiben, sonst ist es nur wie bei einem Film. Man wird von einer Handlung berührt, möglicherweise sogar tief, geht nach Hause, doch dann ebbt alles wieder ab.
Ja, das ist sehr wichtig zu beachten, meine ich.
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oTp
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Re: Erweckung

Beitrag von oTp »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 11:54 Wie ich sagte, dabei sollte es nicht bleiben. Und als die Juden fragten, was sie tun sollten, dann erging eine recht klare Anweisung:

Apg 2,38 hat geschrieben:
Petrus aber spricht zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Wobei...auch dieser wichtige Schritt erblassen kann innerlich. Wir müssen das Heil festhalten. Der Glaube muss eifrig in Gang gehalten werden. Sonst verblasst seine Kraft. Wir leben nun mal hier in dieser Welt und haben Gott nicht unmittelbar vor Augen.
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 11:54 Und als die Juden fragten, was sie tun sollten, dann erging eine recht klare Anweisung:
Apg 2,38 hat geschrieben: Petrus aber spricht zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Heute gibt es keine Juden mehr die fragen

Die Erweckungsbewegungen der letzten Jahrhunderte waren unter getauften Christen, die sich auch nur selten neu taufen lassen mussten - es waren Erneuerungen aus den kulturellen und geistigen veränderungen heraus

Was ist denn für dich, in deinem Leben "Erweckung"?
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Abischai
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Re: Erweckung

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 03:27 Dazu nur eine Schriftstelle, sozusagen als Animation:
Mir fällt dazu auch immer wieder Kyrus, der Perser ein, dessen Geist der HERR erweckte. Was genau da geschah, wissen wir nicht, aber immerhin gab Kyrus den Befehl, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen, das ist ein unerhörter Vorgang, und zudem hat er unglaubliche Mengen an Gütern aus einem Besitz bereitgestellt und angeordnet, damit das Projekt gut gedeihen kann, zudem hat er sämtliche Geräte zurückgegeben, die Nebukadnezar II. aus dem Tempel erbeutet hatte.
Die Auferweckung mit Christus zu neuem Leben (Hoger sprach das an) halte ich auch, aber nicht zentral für diese Art Erweckung. Es ist eher das Aufrütteln, das "Decke von den Augen wegnehmen", welches Gott veranlaßt. "Es fällt einem wie Schuppen von den Augen", ist ein recht inflationärer Begriff, aber ungefähr das meine ich.
Ich kann da gar nichts machen, aber plötzlich tut Gott etwas und ich bin völlig perplex, erschrocken, angenehm erschrocken, und mir wird "warm". Ich höre in dem oft gelesenen und gehörten plötzlich die Stimme meines Herrn und kann nichts anderes tun, als dem Herrn Jesus und dem Vater aus tiefster Seele zu euphorisch danken. Ich solchen Momenten poppt plötzlich Hoffnung auf, da springe ich auf als wäre nie was gewesen, was mich bedrückt und gewürgt hat.
Manchmal ist das auch nicht so "schön", sondern hat mit Mühe zu tun, aber ich weiß mit einem Mal unverrückbar, daß ich etwas bestimmtes tun werde, daß Gott mich damit betraut hat und das das auf jeden Fall das Richtige ist, auch wenn ich das Ziel nicht sehe, sondern nur erahne.

So ist das bei mir.

Wenn ich es mit solchen Begebenheiten der Schrift vergleiche, dann ging es vielen ebenso, Elia, als er vor Isebel floh, Mose, als er sich auf den Berg wagte und ihm dort Gott begegnete oder die vielen Botschaften, die Engel den Menschen überbracht hatten. Bileam würde ich jetzt mal ausschließen, der hatte auch echt was erlebt, aber seine Schlüsse waren die falschen, sein Problem, so richtig "erweckt" schien der nicht, zumindest nicht in dem Sinne, wie ich das hier jetzt meinte.

Das Thema irgendwelcher "Bewegungen" hat nur am Rande damit zu tun, ich würde das hier nicht erörtern wollen. Sondern es geht um ganz eigene Begegnung Gottes mit einem Menschen, der danach "wach" ist, wo er doch vorher in einem Dämmerzustand war.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 16:24
Die Auferweckung mit Christus zu neuem Leben (Hoger sprach das an) halte ich auch, aber nicht zentral für diese Art Erweckung. Es ist eher das Aufrütteln, das "Decke von den Augen wegnehmen", welches Gott veranlaßt. "Es fällt einem wie Schuppen von den Augen", ist ein recht inflationärer Begriff, aber ungefähr das meine ich.
Ich kann da gar nichts machen, aber plötzlich tut Gott etwas und ich bin völlig perplex, erschrocken, angenehm erschrocken, und mir wird "warm". Ich höre in dem oft gelesenen und gehörten plötzlich die Stimme meines Herrn und kann nichts anderes tun, als dem Herrn Jesus und dem Vater aus tiefster Seele zu euphorisch danken. Ich solchen Momenten poppt plötzlich Hoffnung auf, da springe ich auf als wäre nie was gewesen, was mich bedrückt und gewürgt hat.
Dann scheint aber dein Leben sehr oft sehr weit von Christus entfernt zu sein, wenn Gott dich immer wieder aus deinem Leben herausholt.
Das ist keine Abwertung Abischai - nur meine Wahrnehmung.
Gewiss sind wir durch unsere Entscheidungsfreiheit immer wieder in der Gefahr uns von Gott zu entfernen, aber als Christ bin ich im täglichen Gespräch mit ihm, richte mich aus und erlebe ihn auch in meinem Leben.
Ich fände es furchtbar wenn ich mit einer Decke leben müsste

Abischai hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 16:24 Das Thema irgendwelcher "Bewegungen" hat nur am Rande damit zu tun, ich würde das hier nicht erörtern wollen. Sondern es geht um ganz eigene Begegnung Gottes mit einem Menschen, der danach "wach" ist, wo er doch vorher in einem Dämmerzustand war.
Genau darum geht es in den Erweckungsbewegungen - um die persönliche Begegnung mit Gott.
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Re: Erweckung

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 11:58 Wir müssen das Heil festhalten. Der Glaube muss eifrig in Gang gehalten werden. Sonst verblasst seine Kraft. Wir leben nun mal hier in dieser Welt und haben Gott nicht unmittelbar vor Augen.
Ich denke wir benötigen immer wieder einen Erweckungsvorgang. In unseren Gemeinden wird auch immer wieder dafür gebetet. Wenn ich meinen heutigen Zustand betrachte, so ist er zwar gereift, aber die spritzige Art früher Zeiten, ja ganz ehrlich, die geht mir schon auch ab, wiewohl es früher an entsprechender Erfahrung gefehlt hatte.


Abischai hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 16:24 Das Thema irgendwelcher "Bewegungen" hat nur am Rande damit zu tun, ich würde das hier nicht erörtern wollen.
Um gegenwärtige Bewegungen geht es mir auch nicht, sondern was einer Bewegung zugrundeliegt. Ich denke, wir stimmen überein, dass es der Heilige Geist sein muss, der agiert. Menschen können schnell von einer Idee ergriffen werden und sind begeistert und voller Tatendrang. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, aber nicht alles ist ein Werk Gottes.

Der Heilige Geist kann eine einzlene Person erfassen, wie du das Beispiel des Perserkönigs Kyrus gegeben hast. Und er kann ganze Massen erfassen, wie nach der ersten Predigt des Petrus. Unter diesen wurde dann der ausgegossene Heilige Geist wirksam. anders als bei den schon gläubigen 120 Jüngern, aber nicht weniger von Bedeutung.

Den Erweckungen liegt also zugrunde, dass sie der Heilige Geist veranlasst. Das muss aber nicht so sein, dass du völlig davon überrascht wirst, denn ich denke nicht, dass Gott dich überrumpelt. Man könnte das aber bei Mose so deuten. Der wollte nur Schafe hirten und plötzlich überraschte ihn JHWH völlig inmitten eines brennenden Dornbuschs.

Er musste nach einem längeren Gespräch erst mal überzeugt werden, dass Gott spezifisch ihn berufen hatte. Selbst die Wunder, die Gott ihm gab bewirkten bei ihm anfangs nichts. Er meint er wäre ungeeignet. So erweckte Gott seinen Bruder Aaron, und dieser kam ihm entgegen, um Mose zu unterstützen.

Für unser praktisches Leben meine ich, dass wir zuerst die biblischen Beispiele näher betrachten und verstehen lernen, ehe wir Analysen über unsere eigenen Lebenserfahrungen anstellen. Wie immer denke ich, dass wir zuerst die Grundlage durch das Wort brauchen, daher liefere ich weitere Anregungen durch das Wort:
Lk 3,8 hat geschrieben: Bringt nun der Buße würdige Früchte und beginnt nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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