Erweckung

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Zippo
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Re: Erweckung

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 03:27
Abischai hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 18:00
Helmuth hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 14:22 Das kann jeder tun, dazu muss er gar nicht erst wie Gideon beauftragt werden.
Das ist richtig, aber auch Gideon und Joasch hätten das schon längst tun können, taten sie aber nicht. Und warum? Weil sie "erweckt" werden mußten.
Dem kann man zustimmen. Lasst uns mal über Erweckung sprechen. Das kann m.E. ein sehr wichtiges Thema sein. Was fällt euch dazu ein, ohne dass einmal einen längeren Vortrag halte? Dazu nur eine Schriftstelle, sozusagen als Animation:
Ri 2,16 hat geschrieben: Und JHWH erweckte Richter; und sie retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer.
Ich finde auch, daß die Berufung von Richtern einer Erweckung gleichkommt. Da gibt es auch gewisse Parallelen zwischen den Erweckungen bzw. Reformationen des alten und des neuen Bundes. Die Erweckungen gab es immer, wenn es finster in einem Land war und eine gottverlassene, zu bösen Werken neigende Volksmenge, ermahnt und neu ausgerichtet werden sollte.

Die Richterzeit hatte Erweckungen, durch die Könige Israels gab es auch immer wieder Rückbesinnungen an das Wort Gottes, daß zuweilen in Israel mit Füßen getreten wurde.
Da gab es einen ständigen Wechsel bei den Königen von Israel und Juda. Vor allen Dingen das Volk von Juda hatte einige Reformer, da wurde der Götzenanbetung der Kampf angesagt. Hiskia war solch ein Reformer, der mußte sich ja auch gegen Feinde erwehren, denn nachdem der König von Assyrien die Kinder Israels nach Babel verschleppt hatte und dem Nordreich Israel somit ein Ende gesetzt war, kam der König von Assyrien nun auch an die Mauern von Jerusalem. 2 Kö 18,1-4, 13...
Die Probleme eines Landes können also Anlass für eine Erweckung sein und eine Rückbesinnung auf das Wort Gottes.

Dann gab es Josia, der Renovierungsarbeiten an dem Haus Gottes befahl und da wurde ein Buch Gottes gefunden 2Kö 22,8.
Ein Grimm war über das Volk Israel gekommen, weil sie nicht getan hatten, was darin geschrieben steht, also ließ Josia daraus vorlesen und ordnete eine umfangreiche Reinigung an, um den Götzendienst zu beseitigen. 2 Kö 22,13, 2 Kö 23,2....

In der Neuzeit waren Erweckungen in England und Amerika mit Predigern, wie Spurgeon und George Whitfield. In Deutschland war, glaube ich, August Hermann Franke ein Erweckungsprediger.
Einer Erweckung ging oft eine Zeit der inneren Reinigung und Buße voraus. Da wird das Evangelium in einer herausfordernden Weise gepredigt.

Ich meine, Deutschland wäre reif für so etwas.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 13:04 Inwieweit man aber Erweckung erbeten kann, darin muss ich mich noch lehren lassen, am besten vom Hl. Geist aber selbst.
Wenn man sich die Erweckungsberwegungen anschaut, dann haben diese durchaus auch immer etwas mit existenzieller sozialer Unsicherheit zu tun. Es gibt auch heute noch Erweckungen die neue Gemeinden entstehen oder bestehende erneuern.
Nur eben kaum in den Gegenden, wo der Mensch glaubt exentiell und sozial abgesichert zu sein und durch die entsprechende Schulbildung auch Gott nicht mehr als vorhanden erleben kann.

Das ist nicht nur der Heilige Geist - es ist auch die freie Entscheidung des Einzelnen, ob er ein geistlichen Leben in einer geistlichen Gemeinschaft führen möchte.

Wir haben auch in der RKK immer wieder wachsende Bewegungen

(mit KI:)
In der katholischen Kirche gibt es mehrere Bewegungen, die sich als wachsende Gruppen etablieren. Diese Bewegungen sind oft von einer gemeinsamen spirituellen Erfahrung oder einem Gründer inspiriert und bieten ihren Mitgliedern eine vertiefte religiöse Formung. Sie können als private Vereine von Gläubigen anerkannt werden und tragen zur Kirche und Gesellschaft bei. Einige der anerkannten Bewegungen sind die Schönstattbewegung, der Neokatechumenalen Weg, die Fokolarbewegung und die Gemeinschaft Sant’Egidio. Diese Bewegungen haben sich als Herausforderungen und Herausforderungen herausgestellt, aber sie bleiben eine wichtige Rolle in der katholischen Kirche und der christlichen Gemeinschaft.
Und es gibt auch Orden die in einigen Länder sehr stark wachsen und - wenn sie Laiengemeinschaften haben, auch die Ortgemeinden beleben
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Re: Erweckung

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:35
Helmuth hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 13:04 Inwieweit man aber Erweckung erbeten kann, darin muss ich mich noch lehren lassen, am besten vom Hl. Geist aber selbst.
Wenn man sich die Erweckungsberwegungen anschaut, dann haben diese durchaus auch immer etwas mit existenzieller sozialer Unsicherheit zu tun. Es gibt auch heute noch Erweckungen die neue Gemeinden entstehen oder bestehende erneuern.
Nur eben kaum in den Gegenden, wo der Mensch glaubt exentiell und sozial abgesichert zu sein und durch die entsprechende Schulbildung auch Gott nicht mehr als vorhanden erleben kann.

Das ist nicht nur der Heilige Geist - es ist auch die freie Entscheidung des Einzelnen, ob er ein geistlichen Leben in einer geistlichen Gemeinschaft führen möchte.
:thumbup: Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man diese vorwiegend in Afrika und Lateinamerika findet. Hier müsste den Menschen erst einmal klar gemacht werden, dass es überhaupt einen Gott gibt. Aber selbst wenn das theoretisch eingesehen würde, führt das noch nicht dazu, dass man ein spirituelles Leben lebt. Für die meisten Menschen, die "mehr" suchen, bietet sich bei uns eher Yoga, Meditation, Esoterik an - was ja immerhin ein Einstieg ist und für die Menschen oft tiefere Erlebnisse bereithält als der gewohnheitsmässige Glaube.
Zuletzt geändert von Spice am Mo 19. Jan 2026, 14:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Helmuth
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Re: Erweckung

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:02 Ich finde auch, daß die Berufung von Richtern einer Erweckung gleichkommt.
Wäre dem nicht so, so wäre die Deutsch-ÜS schlecht. Das sehe ich hier aber nicht gegeben. Aber es regt an sich auch ein wenig dem Wortstudium zu widmen.
Zippo hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:02 Einer Erweckung ging oft eine Zeit der inneren Reinigung und Buße voraus.
Ich denke, dazu gibt es keine Gesetzmäßgkeit. Wenn der Herr vom Heiligen Geist ausgießen will, dann tut er es, weil er das will, wie es zu Pfingsten im 1. J.h. der Fall war. Spätere Erweckungen fanden keinen Einzug mehr in den Kanon, aber Joel sagte das schon voraus. Ich interpretiere "alles Fleisch" nicht so, dass jeder erweckt wird, sondern dass Gott alle Menschen erreichen will.

So gibt auch Erweckungen, die auf Männer Gottes zurückzuführen sind, wie du namhaft einige gelistet hast, an denen der Herr sah, dass er ihre Werke durch seine Zeichen begleiten möchte. Es gibt unter Christen aber auch manche die lehren, dass das alles im 1. Jh. aufgehört hätte.

Solche bleiben halt dann unerweckt, was immer der Geist zu seiner Zeit tut. Ich lernte am Anfang meines Christenlebens eine solche Gemeinde kennen. Von denen spaltete sich dann die jüngere Generation ab, die Gott mehr zutrauen als das was ihr Pastor sie lehrte.
Zippo hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:02 Ich meine, Deutschland wäre reif für so etwas.
Welche Nation wäre nicht reif? Aber ich denke nicht, dass der Herr nationale Erweckungen plant. Ihm sind Deutsche gleich wert wie Ägypter oder Thailänder. Als Paulus ausgesandt wurde, gab es fast in jeder Stadt, in der er gepredigt hatte, eine Bewegung, dass sich viele zum Herrn bekehrt haben, aber es ging nie darum Korinth oder Ephesus zu erwecken, sondern möglichst viele, die sich auch erretten lassen und Jünger werden.

So lassen sich auch viele nicht erwecken, wiewohl sie die Zeugnisse der Heiligen Geistes sehen. Ich spreche jetzt nicht von Christen, sondern von den vielen verlorenen Seelen, die Gott gewinnen möchte. So wie die einen zum Glauben kommen, so bleiben andere verstockt bzw. werden sie sogar feindselig und aggressiv gegenüber den Glaubenden bzw. zum Glauben Kommenden.

Was ich besonders missbillige ist, wenn Christen über andere Christen herziehen, die nicht verstehen, was der Geist alles zu tun vermag und ihnen dann sogar dämonische Besitzergreifung nachsagen. Wir sehen diese Spaltung der Geister schon am Pfingsttage:
Apg 2,12-13 hat geschrieben: Sie gerieten aber alle außer sich und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll von süßem Wein.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 19. Jan 2026, 14:45, insgesamt 2-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Spice hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:39 Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man diese vorwiegend in Afrika und Lateinamerika findet.
und Asien - ja
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Re: Erweckung

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:43
Spice hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:39 Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man diese vorwiegend in Afrika und Lateinamerika findet.
und Asien - ja
Asien weiß ich jetzt nicht so. Die haben ja den Hinduismus und Buddhismus und auch den Islam. Die genügen den meisten Menschen.
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Hoger
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Re: Erweckung

Beitrag von Hoger »

Spice hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:39 Hier müsste den Menschen erst einmal klar gemacht werden, dass es überhaupt einen Gott gibt. Aber selbst wenn das theoretisch eingesehen würde, führt das noch nicht dazu, dass man ein spirituelles Leben lebt. Für die meisten Menschen, die "mehr" suchen, bietet sich bei uns eher Yoga, Meditation, Esoterik an - was ja immerhin ein Einstieg ist und für die Menschen oft tiefere Erlebnisse bereithält als der gewohnheitsmässige Glaube.
Der "gewohnheitsmäßige Glaube" ist eine Fiktion = in der heutigen abendländischen Kultur kannst du vielleicht noch in einem Dorf auf dem Lande gewohnheitsmäßig in die Lutherische oder katholische Kirche gehen - aber das müsste dann in einem Tal der Ahnungslosen sein.

Der Glaube eines Kirchenchristen muss im heutigen Leben qualitativ hochwertig sein und in die Tiefe gehen. Ansonsten wären Kirchen, Gebetskreise, Exerzitienshäuser und andere Bereiche des kirchlichen Lebens leer und tot.
Sie sind kleiner geworden - aber dafür intensiver und das ganz ohne Esoterik.

Du musst ja nicht hingegen
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Re: Erweckung

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 03:27 Lasst uns mal über Erweckung sprechen. Das kann m.E. ein sehr wichtiges Thema sein. Was fällt euch dazu ein,
Laodicea.

Was stellst du dir unter Erweckung vor?

Als ich die Videos sah von den Straßenpredigern mit Migrationshintergrund, dachte ich: Hier findet Erweckung statt, diese jungen Christen sind noch nicht müde geworden.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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Abischai
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Re: Erweckung

Beitrag von Abischai »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 16:04 diese jungen Christen
Ich nehme auch mit großer Freude wahr, daß es zunehmend recht viele junge "Haudraufs gibt" (die ihr eigenes Leben nicht schonen), die glasklar das Wort predigen. Das erfüllt mich mit großer Freude! Da ist was gewaltiges im Gange...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Aslan
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Re: Erweckung

Beitrag von Aslan »

Helmuth hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 14:42 Es gibt unter Christen aber auch manche die lehren, dass das alles im 1. Jh. aufgehört hätte.
Das ist ein sehr wichtiger Aspekt!
Ich denke mal, dass es nicht wenige Christen sind, die genau das denken.
Als ob mit der Bibel bereits alles abgeschlossen sei: Erweckungen, Zeichen und Wunder u.v.m.
Aber dann wäre die Bibel ja nur noch ein Geschichtsbuch längst vergangener Tage.
Häufig ist nur das interessant und glaubenswert, was alltagsrelevant zu sein scheint...
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd
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