Was bedeutet Umkehr (Buße)?

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Abischai
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 13:19 Dann...
Abischai hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 12:06 wie Du sie mit "metanoia" und "shuw" benannt hast. Da ist es immer gut, die Worte zu "sezieren", also wirklich auf ihren Bedeutungsgehalt abzusuchen
Du hast gut damit begonnen, und m.E. hilft uns das deutsche Wort "Buße" wirklich nicht weiter, wir müssen es ersetzten durch die Ursprungsworte, die aber in anderen Sprachen stehen, die also übersetzen. Bei "meta-noia" dürfte das relativ einfach sein.
In christlichen Kreisen weiß jeder genau ws es bedeutet, ohne das Wort zu kennen, man macht sich da gar keine Gedanken drüber. Wir sagen "Buße" und jeder weiß, was gemeint ist. Daß mancher sich dann herauswindet ist relative neu. Aber man nennt diese christliche "Mundart": "Sprache Kanaans". Wir kennen diese Sprache, je nach Herkunftsstall mehr oder weniger gut. Aber Außenstehenden muß man das aufwendig erklären, daher bitte gleich die richtigen Erklärungen, und möglichst auf einfache Wortgruppen oder zusammengesetzte Substantive reduziert.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, meinst Du sowas, ich auch.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Lea
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Lea »

Helmuth hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 11:18
Lea hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 19:29 Was bedeutet Umkehr überhaupt?
Dem Wunsch entspreche ich gerne mit einem eigenen Thread. Ich finde, das sollte unabhängig von anderen Themen behandelt werden.
Mir ging es bei meiner Frage aber speziell um den Zusammenhang mit dem Threadthema: der Frage, wie das Evangelium verkündigt werden sollte.

Es ging mir nicht um das analysieren des Wortes. Denn wie hier schon erkennbar wird, hängt die Bedeutung immer von dem Zusammenhang ab, in dem es benutzt wird.

Für die Verkündigung des Evangeliums würd ich einfach fragen: was für ein Ziel gibst du vor, wozu du denjenigen Menschen bewegen willst?

Geht es da wirklich um denjenigen, dem das Evanglium verkündigt wird?

Oder geht es mehr darum dass der Prediger Erfolg seiner Mission sieht - und damit die Bestätigung, dass man "alles richtig gemacht hat"?

Ich setze das Ziel voraus, dass Evangelium die Botschaft enthalten sollte: Gott liebt dich und möchte eine Beziehung zu dir.

Ein Mensch, der die Beziehung zu Gott findet und pflegt, ist immer im Vorteil. Und zwar schon in diesem Leben - nicht nur nach dem irdischen Tod.

Zu den Vorteilen kann der "Missionar" dann eigene Erfahrungen einsetzen, welche in Bezug zu persönlichen Bedürfnissen passen, die man von dem Angesprochenen kennt (zB durch zuvor zuhören).
Damit kann dann auch jeder etwas anfangen, ohne dass man besondere Hintergründe des Christentums oder Bibelkenntnisse voraussetzt.

Einmal im Krankenhaus hatte ich einer Zimmerkollegin gesagt, dass mir bei bestimmten Problemen, über welche wir gerade sprachen, mein Glaube hilft, damit umzugehen. Die Frau fing an: ja - aber die Kirchen ....
Ich antwortete: die Kirchen interessieren mich gerade hier nicht ... ich spreche über die Beziehung zu Gott....
... das hat sie verstanden, darauf konnte ich dann aufbauen, ohne erst ein künstliches Gerüst aufzustellen, das man "Evangelium" nennen könnte.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
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Abischai
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Abischai »

Lea hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 15:03 Gott liebt dich und möchte eine Beziehung zu dir.
Selbstverständlich ist das Inhalt des Evangeliums, aber nicht allein.

Du fährst mit dem Auto und siehst eine schöne, dezente Werbung für eine Werkstatt ein paar hundert Meter weiter. Schön, aber Du fährst weiter, weil Du die nicht brauchst.

Nein, Du fährst nicht weiter, weil Dir soeben jemand mitteilt, daß Dein Autpuff loecker ist und das Bremslicht nicht geht und Du außerdem hinten rechts fast keine Luft auf dem Reifen hast. Ups ! Das ist Dir bis dato noch nicht aufgefallen. Jetzt bekommst Du aber doch einen Schrecken und nimmst das Angebot gern an, sofort die Werksatt aufzusuchen.

Da geht es nicht darum, aus "Werbungsgründen" jemandem das Auto heimlich kaputt zu machen, damit er auch wirklich gern in die Werkstatt kommt, sondern Dinge aufzuzeigen, die real da sind, die einem selbst nur nicht bewußt sind.
Der angenehme Teil des Evangeliums ist, daß da eine preiswerte Garage ist, der unangenehme ist die Ernüchterung wegen der Panne.

Beides gehört zusammen.

Die Buße ist zwingend nötig, aber darauf muß man Menschen hinweisen, sonst ist der angenehme Teil einfach nicht interessant, sondern scheint nur peinlich zu sein.
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Lea
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Lea »

Abischai hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 16:16 Der angenehme Teil des Evangeliums ist, daß da eine preiswerte Garage ist, der unangenehme ist die Ernüchterung wegen der Panne.
Und da hängt, für mein Verständnis, der Vergleich schon ziemlich schräg. Weil das Evangelium kein Ersatzteil für eine Maschine ist, sondern es um lebendige Wesen geht.

Ich würde es eher mit einem medizinischen Eingriff vergleichen. Weil auch dabei die Heilung nicht nur von den Medikamenten abhängt, sondern noch von ganz vielen Aspekten, die eine Rolle spielen. Oft sogar, dass Medikamente ganz weggelassen werden könnten, wenn man sein Verhalten mit dem eigenen Körper ziemlich viel auch selbst beeinflussen kann. Und weil auch hier Gott bei manchen Menschen sogar Heilung des Körpers bewirkt, wenn medizinische Heilung nicht mehr möglich zu sein scheint.

Ich bin in meinem Leben, in vielen unterschiedlichen Orten, so manchem gläubigen Menschen begegnet, welche gar nicht (wissentlich) an dem Punkt waren, dass sie ihre Sünden erkannten und um Vergebung gebetet haben - sich bekehrt haben. Welche aber eine intensive Beziehung zu Gott haben. Aus dieser Beziehung täglich leben und wachsen im Glauben. Sie wissen auch, dass Jesus gestorben ist für die Menschen. Aber eher als Fakt ... nicht als Option, die man erst einmal wählen muss, um nicht ausgestoßen zu werden von Gott.

Jesus hat, in den Berichten der Bibel, manchen Menschen direkt und ohne großes Bekenntnis, zugesagt, dass ihre Sünden vergeben sind.
Da wo Menschen in eine Beziehung zu Gott kommen - auf welche Weise auch immer - schafft Gott es schon, diesen Menschen zu zeigen, was bei ihnen persönlich noch verändert werden muss. Und Gott kann das so überzeugend, dass diese Menschen das dann auch verstehen, ohne menschliche Hilfe.

Vielleicht ist für viele Menschen eine Bekehrung im klassischen Sinne notwendig. Aber nicht die Rituale oder Worte sind es, die eine direkte Beziehung zu Gott beglaubigen müssen. Es ist die Begegnung mit Gott/Jesus welche lebendige Wirkung auslöst und erhält. Und die funktioniert genau so, wie Gott es für denjenigen Menschen vorgesehen hat.
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Helmuth
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Helmuth »

Lea hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 15:03 Für die Verkündigung des Evangeliums würd ich einfach fragen: was für ein Ziel gibst du vor, wozu du denjenigen Menschen bewegen willst?
Wird das nicht klar, was ich im anderen Thread immer wieder betone? Wenn man verkündigt, dann ruft man zur Umkehr auf, zur Abkehr von einer gottlosen Lebensweise und zur Annahme des Herrn Jesus Christus als Erlöser. Andere machen dazu die Vorarbeit. So der Stand im anderen Thread.

Bekehrung ist ohne Umkehr nicht möglich. Ich werde aber das Wort Buße in meinen Texten meiden. Nur respektiert bitte auch meine Zielsetzungen. Hier wird über biblische Umkehr gesprochen und mit alles (auch so eine Deutsch-Vergewaltigung, aber man versteht es. ;) )

Es brauchen auch gläubige Menschen immer wieder eine Umkehr. Dann ist es allerdings anders. Man muss ja nicht schon wieder neu geboren werden, sondern braucht die eine oder andere Korrektur um in der Spur zu bleiben. Es stimmt aber bereits die Fahrtrichtung. Wer sich das nicht zu Herzen nimmt, kann vom Glauben wieder abfallen und das habe ich bei einigen miterleben müssen. Das kann einem zermürben.

Um es wieder mit einer Autofahrt zu vergleichen, man kann durch Unachtsamkeit von der Fahrbahn kommen oder einen Unfall verursachen. Ein Sekundenschlaf oder die Nichtbeachung der Verkehrszeichen und schon kracht es. Darum leiten uns die Gebote Gottes. Diese sind sozusagen die geistlichen Verkehrsregeln für unseren Fahrt. Hin und wieder fällt man dabei. Ein Spruch dazu sagt:
Spr 24,16 hat geschrieben: Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.
Merkt man, dass fast jede Botschaft nicht einseitig ist? Es wird immer wieder auch die andere Seite der Medaille gezeigt. Nicht Bekehrte haben einen anderen Sinn für Gerechtigkeit und sehen oft nicht ein, wovon sie sich abkehren sollten. Viele meinen das sogar im Guten, nur ist es in Gottes Augen oft alles andere als gut, daher muss ihnen Gott das Gesetz ins Herz schreiben. Und dazu leitet ihn seine Güte zur Umkehr:
Röm 2,4 hat geschrieben: Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße (siehe Anmerkung) leitet?
Anmerkung: Meine Refernz ist die ELB-CSV Bibel aus guten Gründen. Sie verwendet aber den Begriff Buße anstelle Umkehr. Dann lerne man hier das sog. "Umdenken" und assoziiere damit das, was Paulus auch gemeint hat. Das ist nicht sofort die Strafe, sondern einen Akt der Güte Gottes, wie er auch schreibt.



Abischai hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 13:51 Wenn ich Dich richtig verstanden habe, meinst Du sowas, ich auch.
Ich denke ja. Mir liegt es fern missverständlich zu reden, aber auch Dinge über Gebühr auszuschlachten. Im wienerischen Sprachjargon versteht man Buße alllerdings durchaus. Du würdest dich also wundern, darum mein Einwand an Magdalena, denn meine Umwelt nicht dumm ist, sondern lediglich ungläubig.

Das zeigen unsere Kabarettisten, wenn sie auch damit unseren kirchlichen Klerus aufs Korn nehmen und verarschen. Aber es gibt, wie ich meine, eindringlichere Sprechweisen und das ganz ohne Polemik oder Zynik. Aber ich kann mich hier anpassen, soll kein Problem sein.

Mir ist aber schon aufgefallen, dass es im BRD-Recht ein sog. "Bußgeld" gibt. Das ist für unsere Ohren in der Tat befremdend und kann missverständlich aufgefasst werden. So komisch reden wir Ösis halt nicht. ;)
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 06:00 dass es im BRD-Recht ein sog. "Bußgeld" gibt. Das ist für unsere Ohren in der Tat befremdend
Ich weiß, neulich bekamen wir einen Brief aus Austria, darin hieß es schlicht "Geldstrafe". Das ist dem Wortsinn nach auch passender, denn "Bußgeld" für etwas, was nicht zur Buße gedacht ist, paßt einfach nicht.
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Zippo
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 11:18
Lea hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 19:29 Diese Frage würde ich mal vom Grundsatz her allen Beteiligten dieses Threads stellen.
Was bedeutet Umkehr überhaupt?
Dem Wunsch entspreche ich gerne mit einem eigenen Thread. Ich finde, das sollte unabhängig von anderen Themen behandelt werden. Zunächst wäre zu klären, was man unter dem Begriff versteht, wie wir ihn in der Schrift vorfinden, und dann, was er in geistlicher Hinsicht bedeutet und welche Konsequenzen damit verbunden sind.
Ich hatte nie ein Problem mit dem Wort Buße. Es ist ja auch z. Bsp. durch den Begriff "Bußgeld" auch Nichtchristen geläufig.
Und in der Bibel wird einem schnell klar, was z. Bsp. Johannes der Täufer meinte, als er zur Buße aufruft.
[Mt. 3,1] Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes
und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
......
[Mt. 3,8-9] Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße! Denket nur nicht, dass ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. ...
Es ist doch der blanke Hochmuth, Luther für seine Sprache bzw. Wortwahl anzugreifen.

Was bedeutet Buße ? Reue zeigen ? Umkehr von bösen Werken ? Gesinnungswechsel ? Das ist wohl alles mit dem Wort Buße gemeint.
Und wenn es möglich ist, wäre Wiedergutmachung oder ein versöhnliches Gespräch angesagt, mit der Bitte um Vergebung.
Bibelworte gibt es eigentlich genug, die beschreiben, was da in einem Menschen passieren muß, wenn rechtschaffene Früchte der Buße zu erkennen sind.
[1. Pet. 4,1-3] Weil nun Christus im Fleisch für uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer am Fleisch leidet, der hört auf von Sünden, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichen Abgöttereien.
[Röm. 12,1-2] Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.
Dieser Prozess wird ein ganzes Leben lang andauern. Denn auch gläubigen Christen passieren immer wieder Fehler. Ein reines Herz werden wir dauerhaft nicht haben, zumal der Versucher Satan die Christenheit ein Leben lang nicht in Ruhe läßt.
[Jak. 4,7-10] So seid nun Gott untertänig. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reiniget die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen. Seid elend und traget Leid und weinet; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütiget euch vor Gott, so wir er euch erhöhen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Lea
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Lea »

Helmuth hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 06:00 Wenn man verkündigt, dann ruft man zur Umkehr auf, zur Abkehr von einer gottlosen Lebensweise und zur Annahme des Herrn Jesus Christus als Erlöser.
Ich fragte nach dem Ziel. Die Umkehr ist ja zunächst einmal Abkehr von dem falschen Ziel. Dann geht es zu dem (neuen) Ziel - der Hinkehr.
Du beschreibst nur den Weg dahin. Worauf ich hinaus wollte ist das, was auch Jesus gepredigt hat: das Ziel ist die Hinkehr zu Gott, dem Vater.

Eigentlich ist es ganz schlicht: Umkehr, so wie Jesus sie verkündigt, ist Abwenden von dem Leben ohne Gott - zum neuen Ziel: dem Leben mit Gott.

Jesus ist der Erlöser, ja. Das ist aber unabhängig von dem wörtlichen Bekenntnis. Er ist der Weg ... nicht die Beschreibung der Straßenkarte. Und die Gemeinschaft mit Gott ist das Ziel.
Helmuth hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 06:00 ....ist es in Gottes Augen oft alles andere als gut, daher muss ihnen Gott das Gesetz ins Herz schreiben. Und dazu leitet ihn seine Güte zur Umkehr:
Genau darum geht es (mir).
Deine Einwände von einer (angeblich) falschen Verkündigung klingen (für mich) so, als wenn Gott eine falsche Botschaft eines menschlichen Predigers dann einfach auf den Menschen abwälzt und denjenigen, der bei der "richtigen Predigt" (wasimmermandarunterversteht) sich für ein Leben mit Gott entschieden hätte, dann auch ins Verderben laufen lässt. So als würde Gott sagen: hast eben Pech gehabt, beim falschen Prediger zu landen - der ist Schuld an deinem Irrweg. So als wenn Gott das Evangelium von dem Verkündiger abhängig macht. Wenn der Fehler macht, dann ist der eben Schuld daran, dass Viele nicht zu Gott finden.

Du meinst, wenn man das Gericht nicht predigt, wird "der Sünder" fehlgeleitet - und kommt nicht zum Ziel.
Ich meine, die Aufgabe der menschlichen Verkündiger ist die Hinführung zu Gott. Das bedeutet nur, dass man einen Menschen dazu bewegt, mit Gott den Kontakt zu suchen (zb durch Gebet) und Gott wird sich finden lassen.
Alles, was noch nötig ist für denjenigen Menschen, der sich Gott zuwendet, wird Gott diesem Menschen dann schon vermitteln - und zwar genau dort, wo dieser Mensch steht, was er versteht und was zu seiner Lebenssituation passt.

Ja, auch dazu benutzt Gott Menschen. Aber nicht Menschen, welche nur fest geschriebene "Gebrauchsanweisungen" weitergeben können. Gott benutzt dazu Botschafter, denen der Mensch wirklich wichtig ist und diesem Gottes Liebe vermitteln kann. Und nicht nur, damit er "seine Pflicht" erfüllt damit er selbst gut dasteht.

Gottes Liebe zu vermitteln kann tausendmal stärker sein, als Gericht zu verkündigen. Denn genau diese Liebe ist so vollkommen, dass keine Angstmache erforderlich ist, um einen Menschen zur Umkehr zu bewegen :!:
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Ziska
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Ziska »

Tut „Buße“! Was soll das bedeuten?

Laut KK wird demjenigen, der büßt, das mehrmalige Aufsagen gewisser Gebete aufgetragen.

Ist das im Sinne Jesu? Findet man dazu biblische Beispiele?

Jesus verurteilt das ständige Wiederholen der Gebete und nennt es „Plappern wie die Heiden“.

Oder soll mit dem Wort „Buße“ die „Reue“ gemeint sein.

Dann soll man es auch so nennen und das Wort „Buße“ aus dem Wortschatz streichen,
wenn man die biblischen Wahrheiten verkünden möchte!

Ansonsten diskutiert man bis zum St.Nimmerleinstag, weil aneinander vorbeigeredet wird.
Liebe Grüße von Ziska
Kann der Mensch dem Krieg ein Ende machen?
Neugierig geworden? Schreib mir bitte PN! :wave:

Mit der Intelligenz ist es ja so:
Entweder man hat sie oder man weiß gar nicht, dass sie einem fehlt
8-)
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Helmuth
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Re: Was bedeutet Umkehr (Buße)?

Beitrag von Helmuth »

Den Begriff „Buße“ denke ich gemeinsam geklärt zu haben. Wir könnten Übereinkommen in unseren Texten das Wort „Buße“ nicht zu verwenden, und wenn wir so die Bibel zitieren, dann denken wir uns dort stünde „Umkehr“ bzw. „umkehren“.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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