Der Sohn Gottes

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Larson
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 13:45 Wie muß der Sohn Gottes denn verstanden werden ?
„Sohn Gottes“ ist ein (einer der höchsten) Titel wie auch „Knecht Gottes“.
Bei Gott hat alles seien Präexistenz, so auch Israel /Ephraim, welcher auch Sohn Gotte s genannt wird.

Es bezeichnet ein Eigentumsverhältnis, ein Abhängigkeitsverhältnis, ein Aufgabenverhältnis.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Lena
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Lena »

Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 10:53 Da machst du aber ein gewaltiges Durcheinander mit den Worten.
Schon mit dem ersten „Schöpfer“, nein, der Sohn ist nicht der Schöpfer, sondern selber ein Geschöpf.
Ja, das Wort das Gott ist, wurde Fleisch/Mensch/Sohn.

Jesus wird in der Bibel Wurzel und Spross genannt. Also Schöpfer vom König David und Nachkomme vom König David.

Bildlich stelle ich es mir mit Gott und Jesus so vor:

Tief in der Erde - unsichtbar für uns Menschen ist das Wurzelwerk. Es ist so gigantisch das es die ganze innere Erde umfasst. Aus der Wurzel spriesst ein Spross. Die Wurzel und der Spross gehören zusammen. Der Spross ist das was der Mensch wahrnimmt weil er ihn sieht und anfassen kann.

Oder das Wurzelwerk ist so gigantisch das es das ganze Universum erfasst und der Spross so klein das er auf Erden ist. Das sichtbare und das unsichtbare sind total eins und doch wird nur das kleine wahrgenommen - das sichtbare.
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Zippo
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Isai hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 13:41
Zippo hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 13:31 Der Vater im Himmel kann sich in seinem Sohn den Menschen offenbaren und er kann ihn auch zu einem Gott machen, der herrschen soll, der angebetet und angerufen werden darf.
(Siehe auch 1. Mose 41:41-44.)
1 Mo 41,41ElbÜ
Und der Pharao sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt
Joseph ist sicherlich ein interessantes Vorbild für den Herrn Jesus. Von seinen Brüdern verraten und verkauft, aber in Ägypten beim Pharao zu Ehren gekommen. Von seinen Brüdern in eine Grube geworfen, die man als Bild für das Totenreich bzw. die scheol nehmen könnte. 1 Mo 37,22-24
Dann kam der gewaltige Aufstieg beim Pharao, der nicht nur ihn, sondern seine ganze Familie vor der Hungersnot errettet hat. Denn Gott hatte den Joseph über das ganze Land Ägypten gesetzt, über alles seine Güter, und damit war Joseph in der Lage, die ganze Familie in Ägypten aufzunehmen und zu versorgen. Ägypten wird zuweilen bildlich mit der Welt gleichgesetzt.
Der Herr Jesus hatte eine ähnliche Karriere, er wurde aus Neid, von der religiösen Obrigkeit Israels zum Tode verurteilt, aber dort ist er nicht geblieben, sondern auferstanden und in den Himmel aufgestiegen, wo er über die Schöpfung Gottes gesetzt wird.
[Heb 2,6-8] Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, dass du auf ihn siehst? Du hast ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt [und ihn gesetzt über die Werke deiner Hände]; du hast alles seinen Füßen unterworfen..
In dem Fleisch des Menschen Jesus war der Sohn Gottes ein wenig unter die Engel erniedrigt, aber nach seiner Auferstehung wurde er mit der Ehre gekrönt , daß ihn alle Schöpfung verehren sollte. Selbst die Engel sollten ihm huldigen.
Hebr 1,6
Wenn er aber den Erstgeborenen wiederum in den Erdkreis einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten
Denn er hat sein Leben für die Menschheit gelassen, die Schöpfung, die durch sein Wort und Willen entstanden war. Und nun wird ihm die Herrschaft übergeben und das Gericht.
Er darf als Gott von Menschen angerufen werden und Huldigung erfahren.
[Heb 2,9-10] Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt – so dass er durch Gottes Gnade für alles den Tod schmeckte. Denn es war ihm angemessen, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit brachte, den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57 Ja, das Wort das Gott ist, wurde Fleisch/Mensch/Sohn.
Nur wurde Gott nicht „Fleisch“, wiederum aber schuf Gott Tiere und Menschen durch sein Wort.
Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57 Jesus wird in der Bibel Wurzel und Spross genannt. Also Schöpfer vom König David und Nachkomme vom König David.
Nein, der kommende Fürst wird in der Tenach Spross genannt, und auch beschreiben, was aber nicht auf Jesus passt.

Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57 Bildlich stelle ich es mir mit Gott und Jesus so vor:
Man kann sich den Ewigen nicht bildlich vorstellen. Gott der Unendliche, Allumfassende, ohne Anfang und ohne Ende. Also somit ohne jegliche „Form“, denn Formen weisen Grenzen auf und darin wird dann Gott eingeschränkt in Seiner Grösse.
Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57 Tief in der Erde - unsichtbar für uns Menschen ist das Wurzelwerk.
Das Wurzelwerk ist Israel, daraus entspriesst der kommende Fürst.
Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57 Die Wurzel und der Spross gehören zusammen.
Genau, und das Israel die Wurzel ist, so ist der Fürst ein Mensch, aus dem Stamme Isais.


Die Schreiber der Evangelien bezeichnen Jesus als Sohn Gottes im Sinne einer rechtschaffenen Person, der ganz im Willen und Abhängigkeit Gottes lebt, und somit Eins ist mit Gott. Aber auch andere werden gleichermassen als Söhne Gottes bezeichnet. Also die Bezeichnung „Sohn Gottes“ besagt nicht, dass der "Gottessohn" Gott selbst ist.
Der Titel „Sohn Gottes“ wird im frühen Christentum aus seinem jüdisch-funktionalen Bedeutungsrahmen gelöst und unter dem Einfluss hellenistischer Vorstellungen ontologisch (die philosophische „Lehre vom Sein“) umgedeutet. Diese Verschiebung folgt demselben Muster wie bei der Jungfrauengeburt: semantische Offenheit wird dogmatisch geschlossen.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
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Sara Funkelstein
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Sara Funkelstein »

Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 13:52 Gott der Unendliche, Allumfassende, ohne Anfang und ohne Ende. Also somit ohne jegliche „Form“, denn Formen weisen Grenzen auf und darin wird dann Gott eingeschränkt in Seiner Grösse.
:thumbup:
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Larson
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Sohn Gottes:

1. Der Begriff „Sohn Gottes“ ist im Tenach: kein philosophier Titel
Im Tenach ist „Sohn Gottes“ funktional, nicht metaphysisch.
Israel als Ganzes 2.Mo 4,22; „Israel ist mein erstgeborener Sohn“
Der König (Davidisch) Ps 2,7: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“
Der Gerechte: Hos 11,1: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen“ (das ist Israel)
Engel / himmlische Wesen: Hiob 1,6

Es ist immer: Erwählung, Beauftragung, Nähe, Repräsentation
Aber nie: Wesensgleichheit, göttliche Natur, metaphysische Zeugung

2. Jüdische Bedeutung: Bundessprache
„Sohn“ bedeutet „der im Auftrag des Vaters handelt“, das ist gemäss der Sprache des Bundes Gottes mit Israel, aber kein mystischer Begriff.
Ein König ist „Sohn“, weil er Gottes Recht ausführt, Gottes Volk repräsentiert, Gottes Schutz erfährt.

3. Frühestes Christentum: noch jüdisch
Paulus (ältester Zeuge!) Röm 1,3–4: „aus dem Samen Davids dem Fleisch nach, eingesetzt als Sohn Gottes durch die Auferstehung“
Sohnschaft: nicht von Geburt, sondern durch Berufung / Erhöhung, Das ist jüdisch gedacht.
Selbst Paulus: eingesetzte ALS Sohn Gottes, Paulus hebt Jesus in diese Stellung.

4. Der entscheidende Wandel: Hellenisierung
In der griechisch-römischen Welt wurde aus „Sohn Gottes“ dann der „göttlicher Ursprung“, metaphysische Abstammung, heroische Zeugung.
Beispiele: Herakles, Augustus („divi filius“)
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Zippo
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 15:17
Zippo hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 13:31 Siehst da wirklich keine Unterschiede zwischen dem Vater und dem Sohn ?
Gott wird vieles in der Schrift zugeschrieben.

Kannst Du mir eines davon sagen, was nicht auch auf den Herrn Jesus Christus zutrifft?
Ich will das jetzt nicht im Einzelnen aufzählen. Du hast alle viele Worte genannt, die im Zusammenhang mit Gott und dem Herrn Jesus Christus gebraucht werden, aber nicht alle werden im Zusammenhang mit dem Herrn Jesus Christus gebraucht. Manches wird auch im AT genannt.

Der Sohn Gottes ist eben nicht in der gleichen Weise Gott, wie sein Vater. Es gibt den wahren Gott Joh 17,3, der aus sich selbst heraus Gott ist, das ist der Vater.
Und es gibt den Engel des HERRN, den Gott als Gott in der Welt erscheinen läßt. Ri 13,20-22 In ihm vermuten viele Ausleger den Sohn Gottes im AT.

Und es gibt den Sohn Gottes, der in den von Gott gezeugten Menschen Jesus hineingekommen, dem Gott der Vater nach dem Zeugnis des NT alle Schöpfung bereitet hat Hebr 1,2 , und den Gott nach erfolgreicher Mission als Gott über seine Schöpfung gesetzt hat und ihm alle Macht und Gewalt des Himmels zur Verfügung stellt 1 Petr 3,22, das ist der Herr Jesus Christus, wie wir ihn im neuen Testament beschrieben sehen.

Gruß Thomas
Zuletzt geändert von Zippo am Sa 28. Mär 2026, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 14:43 Und es gibt den Engel des HERRN, den Gott als Gott in der Welt erscheinen läßt. Ri 13,20-22 In ihm vermuten viele Ausleger den Sohn Gottes im AT.
Da ist der Engel ohne Artikel, also nicht definiert. Weiter ist jener Engel nicht der Welt erschienen, sondern der Eltern von Simson.
Zippo hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 14:43 der in den von Gott gezeugten Menschen Jesus hineingekommen
Gott JHWH zeugt mit den Menschen keine Kinder, solches findest du bei den heidnischen Göttern.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von luett-matten »

Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 13:52 Genau, und das Israel die Wurzel ist, so ist der Fürst ein Mensch, aus dem Stamme Isais.
Hallo Larson,
wie verstehst du den Begriff "Mensch"? Wie verstehst du den Begriff "Hebräer"?

Gottes Segen! :)
lütt-matten
renato23
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von renato23 »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 13:59
Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 13:52 Gott der Unendliche, Allumfassende, ohne Anfang und ohne Ende. Also somit ohne jegliche „Form“, denn Formen weisen Grenzen auf und darin wird dann Gott eingeschränkt in Seiner Grösse.
:thumbup:
Darum legte ja Jesus grossen Wert darauf dass der allein wahre, wahrhaftige Gott GEIST (somit unsichtbar aber allgegenwärtig und gerade jetzt in der erwachenden Natur wundersam erfhahrbar ist) und die ihn anbeten dies im Geist und in der Wahrheit tun sollen
Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
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