ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mo 1. Jun 2026, 12:53
Für die Athener auf dem Areopag waren die Dämonen ja gar kein Problem. Sie gingen mit ihrem Verehrungskult ja völlig offen um. Verehrngskult und Altare bauen geht aber schon deutlich über einfache Deutung der Wirklichkeit hinaus. Ich kann etwas für wahr halten, muss es aber deswegen noch lange nicht als gut oder verehrungswürdig anerkennen.
Ich sehe die kultische Tradition der Griechen und Römer weniger als Verehrungskult. Man "huldigte" und opferte Göttern, Herrschern (Göttern) über bestimmte Bereiche des Lebens: für eine gute Ernte, für Fruchtbarkeit, Mutterschaft, Liebe, geschäftliches Gelingen, kriegerischen Erfolg, Weisheit und Wissen ... Und bis heute "herrschen" diese Götter in dem Sinne, dass immer noch unsere Wochentage und Monate nach ihnen benannt sind. Und immer noch werden astrologische Berater befragt in Politik und Wirtschaft, natürlich hinter geschlossenen Türen. Die antiken Götter entsprechen Himmelskörpern.
Die 3 Weisen aus dem Morgenland hatten Jesu Geburt aus ihren Prognosen vorhergesagt, das nur nebenbei.
Was bedeutet als "verehrungswürdig"? .... Vielleicht auch, dass die Kräfte der Natur und des Kosmos respektiert werden, dass man mit ihnen achtsam umgeht. Wer ein Unternehmen plant, wird nicht gleich los galoppieren sondern erstmal den richtigen Zeitpunkt abwarten um auch den Segen des Himmels zu bekommen.
Die Wirklichkeit deuten ist die eine Sache, die andere Sache ist, sie zu nutzen.
Hätte Paulus die Erklärungslücke zufriedenstelled erklärt, so hätten sie gleich den nächsten unbekannten Gott aus dem Hut gezaubert.
Wer weiß? Es kam so wie es sollte. Auch das Christentum ist bis heute ein Verehrungskult. Das römische Staats-Christentum war eine politische Entscheidung. Nicht unbedingt zum Heil aller Menschen sondern um das weltliche Reich zu ordnen.