Abischai hat geschrieben: ↑Mo 31. Aug 2026, 19:51
Ich kenne das deutlich anders: nicht dem geben, der das verlangt, sondern dem geben, dem es zusteht, das ist ein himmelweiter Unterschied.
Wäre es nicht eine recht lächerliche Obrigkeit, die das, was ihnen zusteht, nicht auch einfordern könnte? Steuerabgaben auf Spendenbasis so wie du meinst, dass es dem Staat zusteht, das wäre mal eine nette Idee, gibt's vermutlich nur in Tobias Wunschvorstellung (in Helmuths auch).
Römer 13:7 hat geschrieben: Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt.
Zum Aspekt Furcht: Ich interpretiere diese als Ehrfucht, die damit eigentlich als dem Herrn entgegengebracht wird, da Behörden ja stellvertretend für ihn arbeiten. Bringt man diese nicht, indem man z.B. mit einem Polizisten redet, als wäre er ein Dummkopf, ist das in meinen Augen auch Sünde. Das wäre so, als verhöhnst du Gott selbst.
Zum Aspekt Ehre: Was wir üblicherweise den gebührenden Respekt nennen, ist gegenüber Amtspersonen etwas, den Gott selbst einfordert. Das müssen Behörden nicht erst selbst verlangen und gilt nicht nur dann, wenn man als Bittsteller an sie herantritt, sondern auch dann, wenn man zur Verantwortung gezogen wird.
Meine Prämisse steht immer noch. Nichts, was irgend ein Mensch tut, sei es der Gewaltausübende, noch der Untergebene, setzt Gottes Prinzip der Obrigkeit außer Kraft. Von anderen Dingen redet m.E. Paulus gar nicht. Er zeigt uns in Römer 13 den Blickwinkel aus Gottes Perspektive, nicht aus unserer menschlichen.
Ich kenne die gängige Meinung, dass eine Obrigkeit keine mehr ist, wenn sie verfehlt oder wenn sie deine Gesinnung nicht teilt. Wer so denkt, ist in seiner Haltung nicht besser. Es hat nur die Sünde einen anderen Namen. Die eine nennt sich Amtsmissbrauch, die andere Widerspenstigkeit. Beide versündigen sich damit gegen Gott.
Es ist eine andere Sache, wenn mit dem Missbrauch Grenzen überschritten werden, die klar gegen Gottes Wort sind. Dann muss man Gott mehr gehorchen, das versteht sich. Aber wie oft ist dem der Fall? Und wie oft wird solches als Ausrede gebraucht? Dann wäre es gleichfalls ein Missbrauch und Zuwiderhandeln gegen das 3. Gebot:
2. Mose 20:7 hat geschrieben: Du sollst den Namen JHWH's, deines Gottes, nicht zu Eitlem aussprechen; denn JHWH wird den nicht für schuldlos halten, der seinen Namen zu Eitlem ausspricht.
Du zitierst möglicherweise sogar ein Wort Gottes, aber in einem anderen Kontext, das nur dir dient und nicht Gott (damit eitel). Du tust das, wie der Teufel in der Wüste Jesus versucht hatte ihn durch das Wort Gottes zu manipulieren.
Immer noch ist eine Behörde Gottes Dienerin. Selbst Mose war nicht perfekt und bei ihm tötete Gott selbst die Widerspenstigen. Ich deute es daher so: Man darf einer Obrigkeit nicht schon mit einer Verweigerungshaltung entgegentreten, weil deren Vertreter nicht alles richtig machen. Dann blicke man auf seine eigenen Fehler mit denen man täglich sein eigenes Umfeld missbraucht.