...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

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Zippo
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...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mo 24. Aug 2026, 19:08
Philippus hat geschrieben: So 23. Aug 2026, 22:39Römer 13
Röm 13,1-3
1 Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, die sind, sind von Gott verordnet.
2 Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.
3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten? So übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben;
Schon etwas komisch, warum preist hier Paulus die irdischen Mächte, ja selbst deren Urteile findet er in Ordnung, aber jene der Torah, welche wirklich Gottes sind, nicht?
Paulus sollte doch wissen, dass auch Regierungen korrupt sind, dass es Regenten um Macht geht, und weniger um soziale Gerechtigkeit wie in der Torah.

Ist ein bisschen OT, aber wenn solche Bemerkungen geäussert werden.
Ich glaube nicht, daß Paulus die irdischen Mächte preist. Es werden vortreffliche Gewalten angesprochen, das "huperecho exousia" im griechischen Urtext kann so übersetzt werden. Es geht ja um Gewalten, die das gute Werk loben und das böse Werk strafen. Damit ist keine korrupte Regierung gemeint, die das Gegenteil tut. Solche Regierungen sind vom Satan.

Gott will in jedem Land, das Recht gesprochen wird und niemand wird bestreiten, daß richterliche Gewalten und Polizei etwas grundsätzlich schlechtes sind. Auch die Römer hatten so etwas und ich glaube aus den Worten des Paulus zu entnehmen, daß er der Gemeinde empfiehlt, sich dem römischen Recht unterzuordnen, damit sie keinen Schaden erleiden. Das kann man tun, soweit es das Gewissen erlaubt oder keine Gefahr für Leib und Leben besteht, sollten diese Gewalten das Falsche tun. Dann ist wohl eher Flucht angesagt, wie der Herr Jesus in Mt 10 empfielt:
[Mt 10,23] Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.
Es war wohl unter den Römern nicht erlaubt, jüdisches Gesetz umzusetzen, wenn es um Todesstrafe geht.
Joh 18,31
Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten.
Paulus durfte das auch nicht empfehlen, er brauchte es ja auch nicht, weil Gott den mosaischen Bund mit seinen Todestsrafen beendet hat. Er selbst wird richten und bestrafen, wenn die Zeit gekommen ist und bis dahin überläßt er die Völker ihren jeweiligen Regierungen, für welche die Christen des Landes beten sollten.
[1. Tim 2,1-2] Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 11:42 Ich glaube nicht, daß Paulus die irdischen Mächte preist.
Der Text in Röm 13 steht im starken Kontrast zur Abneigung des Paulus gegen die Lehre Gottes. Paulus fordert quasi ein Unterwerfen unter die Obrigkeit und meint, dass diese das Gutes für den Menschen will, was aber bisher noch in keinem Staate wirklich so war. So entstellt er das Bild der irdischen Regierungen, und erkennt nicht die Regierung Gottes.

In der Welt regiert Macht, Einfluss, Gewalt.
Aber Paulus will sich von der Regierung Gottes lösen, welche nun wirklich nur das Gute im Menschen will. Die ganzen Gesetze Gottes sind so aufgebaut, für ein Miteinander und füreinander.
Zippo hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 11:42 Damit ist keine korrupte Regierung gemeint, die das Gegenteil tut. Solche Regierungen sind vom Satan.
Tja, gibt es nicht korrupte Regierungen? Also alles von Satan, aber Paulus behauptet, sie sind von Gott, auf Anordnung Gottes, welchen wir nicht widerstehen sollen.

Mt 10,23 wäre ein ganz anderes Thema
Zippo hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 11:42 Paulus durfte das auch nicht empfehlen, er brauchte es ja auch nicht, weil Gott den mosaischen Bund mit seinen Todestsrafen beendet hat.
Was soll Gott beendet haben? Den Bund mit Mose? Sicher hat Gott diesen Bund nicht beendet, was aber durch Paulus in seinen durchschimmert. Aber Paulus ist ja nicht Gott, hat also nicht die Befugnis, über Gott zu entscheiden.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Philippus »

Larson hat geschrieben: Fr 28. Aug 2026, 19:31

Tja, gibt es nicht korrupte Regierungen? Also alles von Satan, aber Paulus behauptet, sie sind von Gott, auf Anordnung Gottes, welchen wir nicht widerstehen sollen.


Das ist das Problem, Gott setzt korrupte und menschenverachtende Regierungen ein?
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Abischai
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Abischai »

Paulus beschreibt die Charakteristika der Obrigkeit. Erfüllt eine Gruppe Menschen diese Bedinungen nicht, ist sie keine Obrigkeit, auch wenn sie von anderen so gesehen wird und sich selbst als Obrigkeit auslobt.
Obrigkeit ist von Gott eingesetzt zur Bestrafung der Bösen und Belohung der Guten. Da wo gute Menschen bestraft und böse Menschen gehätschelt werden, hat man es nicht mit Obrigkeit zu tun, sondern mit anmaßender und korrupter Räuberbande. (vgl. Coronadiktatur und Inhaftierung von guten Leuten und Belohnung von Denunzianten und Duckmäusern).
Darum sind einige Kreise z.B. der BRD-Regierung keinesfalls Obrigkeit. Das gilt nicht für alle, aber für leider recht viele; Räuber, die hinter Schloß und Riegel gehören.
Wenn Paulus sagt, daß alle Obrigkeit von Gott eingesetzt ist, dann ist damit nicht die Mafia gemeint, sondern die, die per Definition Gott dienen, indem sie genau das tun, wozu Gott sie eingesetzt hat.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Helmuth
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 11:42 Es geht ja um Gewalten, die das gute Werk loben und das böse Werk strafen. Damit ist keine korrupte Regierung gemeint, die das Gegenteil tut. Solche Regierungen sind vom Satan.
Römer 13, die X-te nun. Aber gerne, war ja schon lange nicht mehr dran. Und Klappe, Szene ab! 8-)

Deine Erklärung zeigt mir, dass das dem zugrundeliegende Prinzip möglicherweise nicht verstanden worden ist. Paulus spricht von Gott, der Dinge setzt. Damit darf der Blickwinkel nicht auf den Menschen fallen. Man muss das zunächst voneinander unabhängig sehen, was jeder aus seinem Blickwinkel macht.

Abischai ist dafür ein Musterbeispiel:
Abischai hat geschrieben: Sa 29. Aug 2026, 23:21 Erfüllt eine Gruppe Menschen diese Bedinungen nicht, ist sie keine Obrigkeit, auch wenn sie von anderen so gesehen wird und sich selbst als Obrigkeit auslobt.
Damit hat er den Blick nicht auf Gott gerichtet, sondern auf den Menschen. Paulus zeigt uns aber das Prinzip, das Gott für Ordnungen gesetzt hat, die er alleine setzt. Sehen wird uns zuerst die beiden Blickwinkel an und das wertfrei:

Blickwinkel Gott: Ich (Gott) statte bestimmte Menschen mit einer euch (von mir) zugeteilten Macht samt Machtbefungnis aus.
Blickwinkel Mensch: Ich (Mensch) übe diese diese mir (von Gott) verliehene Machtbefugnis mit der mir zugeteilten Macht aus.

Jeder tut also etwas, und nun vermische man nicht, was wer tut. Dazu diese Prämissen:

- Was immer Gott tut, ist gut, richtig und gerecht und soll Segen bringen, auch wenn er dabei Zucht anwenden muss.
- Was immer der Mensch tut, sei es gut oder böse, setzt keine Prinzipien Gottes für Recht und Ordnung außer Kraft.

Werden diese Prämissen anerkannt?

Falls ja, können wir einen weiteren Schritt gehen. Falls nein, ist hier schon Ende der Diskussion, zumindest mit mir, weil dann, wie ich es interpretieren müsste, Gottes Prinzipien entweder nicht verstanden oder nicht anerkannt werden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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