Nun mal ein paar Aussagen, was Paulus von über Gott sagt / schreibt:
Es ist ja nicht mal „Bibelkritik“, sondern könnte ebenso gut im Bereich NT stehen“
1.Tim 1,17 Dem König der Zeitalter aber, dem unverweslichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Also er bezeichnet Gott, im Gegensatz zur Person Jesu, als den alleinigen Gott, wie es auch in Markus betont wird:
Mk 12,32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist ein einiger Gott, und da ist kein anderer außer ihm;
Ganz im Sinne der Torah.
Wie es daselbst auch steht:
Mk 13,32 Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.
Also dieser alleine einzige Gott, der in der Tenach mit JHWH genannt ist, ist der Vater.
So
trennt Paulus Gott und Jesus immer voneinander, Gott steht immer höher als Jesus, denn Gott bezeichnet er als das Haupt von Jesus (1.Kor 11,3ff) (wie auch Jesus dann das Haupt vom Manne sei…), also zwei komplet verschiede Wesen und Charaktere, was auch im Gleichnis vom Weinstock hervortritt, wo der Weingärtner (also Gott) einen total anderes Wesen ist als der Weinstock, also Jesus, pflanzlich, der in der Erde verwurzelt ist.
Oder auch:
1.Kor 8, 5 Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden – wie es ja viele Götter(Theos) und viele Herren (Kyrios) gibt –,6 so ist doch für uns ein Gott (Theos), der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr (Kyrios), Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
Also Paulus bezeugt hier den einen Gott, welcher der Vater ist, im Gegensatz zum Herr, dem Messias, (Christos) also eine klare Differenzierung von Gott und Jesus.
(Wobei Paulus hier der Tenach widerspricht, da die Dinge nicht durch Jesu gemacht wurden, sondern Gott schuf aus sich selbst:
Neh 9,6 Du bist, der da ist, HERR, du allein; du hast die Himmel gemacht, der Himmel Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels betet dich an.
Und
Jes 44,24 So spricht der HERR, dein Erlöser und der von Mutterleib an dich gebildet hat: Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, die Erde ausbreitete durch mich selbst;
Wörtlich: מִי אִתִּי (mij ʽitij) – „Wer war mit mir?“ / „Wer half mir?“ (eine rhetorisch Frage, die Antwort wäre: „keiner“)
Wie Gott das Haupt ist, so ist Jesus dem alleinen einzigen Gott untergeordnet:
1.Kor 15,27 „ Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen.“ Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen sei, so ist es offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
28. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.)
Eph 1,17 daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe <den> Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
Kol 1,15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.
Im Gegensatz sagt Gott selbst:
2.Mose 4,22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, –
Auch der „vergeistigte“ Jesus ist bei Paulus ein mensch:
1.Tim 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus,
Klar und deutlich sprach Paulus von dem alleinen einzigen Gott, und Jesus als Mensch, wenn auch zeitweise überschwänglich und verglorifizierend, um aber im wieder zu betonen, dass Gott einer ist und Jesus der „Herr“, Christus, Mittler. usw
Ebenso auch Jakobus:
Jak 2,19 Du glaubst, daß einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern.
Nicht 3 sind Gott als eine philosophisch gedachte Einheit, sondern allein Einer!
Die Aussagen sind eigentlich sehr deutlich und wenn man nun mit „diffusen“ Sätzen etwas anderes herleiten will, wo die Aussage nicht genau deutlich ist, wird versucht, entgegen all den klaren Äusserungen einen Gott-Jesus hinein zu interpretieren.
Interessanterweise warnt Paulus vor der Abweichung seiner Lehre, der Lehre eines strickten Monotheismus. Paulus lehrte strikten Monotheismus und warnte deutlich vor anderer Lehre.
2.Kor 11,3 Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus abgelenkt werden. 4 Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder wenn ihr einen andern Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertraget ihr es wohl.
Also wer Jesus zu einem Gott macht, lehrt einen anderen Jesus.
Auch wenn ich in etlichem die Lehre des Paulus nicht gutheisse, so blieb Paulus diesbezüglich eindeutig im jüdischen „Gottesbild“, dass Gott nur Einer ist, nicht zwei oder der, sondern er allein und einzig, so wie es so oft in der Tenach erwähnt wird:
1.Sam 2,2 Keiner ist so heilig wie JHWH, denn außer dir ist keiner. Und kein Fels ist wie unser Gott.
Neh 9,6 Du bist, der da ist, HERR, du allein; du hast die Himmel gemacht, der Himmel Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels betet dich an.
Ps 89,7 Denn wer in den Wolken ist mit JHWH zu vergleichen? Wer ist JHWH gleich unter den Gottessöhnen (Bnei Elohim)?
Auch ein „Gottessohn“ kann nicht mit Gott verglichen werden, es sind zwei total verschiedene Welten.
Und dass Gott der Vater Israels ist:
Jes 63,16 Denn du bist unser Vater. Denn Abraham weiß nichts von uns, und Israel kennt uns nicht. Du, JHWH, bist unser Vater, unser Erlöser (go´el) von alters her ist das dein Name.
Und zum Schluss:
Sach 14,9 Und JHWH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JHWH einzig sein und sein Name einzig.
Deshalb will Gott nicht, dass man das Knie vor einem anderen gemachten Gott beugt und denselben anbetet. Ebenso auch nicht das Lamm (Off 5,14)
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.