„Viele Menschen in westlichen Demokratien merken immer noch nicht, wie sehr sie zunehmend manipuliert werden, wenn sie auf ihr Smartphone schauen, Nachrichten hören, Talkshows sehen oder Filme auf dem Bildschirm konsumieren. Früher zählten Nachrichten und faktenbasierte Analysen. Heute geht es um Emotionen, um Haltung und allzu oft um Empörung über vermeintliche Verletzungen der politischen Korrektheit, die immer öfter künstlich erzeugt wird. Früher deckten Journalisten Skandale ohne Rücksicht auf politische Überzeugungen auf, heute kehren viele von ihnen Fakten unter den Teppich, wenn sie nicht ins Weltbild passen“, schreibt Clasen.
„Es sind vor allem die Massenmedien, die in den vergangenen zwanzig Jahren damit begonnen haben, den Meinungskorridor zu definieren, oft im Wechselspiel mit Politik, NGOs und Wissenschaft“, fügt er hinzu. Ziel seines Buches sei es, zu zeigen, „wie sehr vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch eine ideologische Überdrehung das Meinungsbild in Deutschland beeinflusst hat. Zudem geht es um die Frage, ob dieses Land nicht nur eine bessere Politik verdient, sondern auch bessere Medien. Und wer wird im KI-Zeitalter den öffentlichen Diskurs bestimmen – Tech-Giganten, staatliche Akteure wie verdeckte Zensoren oder die freie Presse?“
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In einer jahrzehntelangen historischen Entwicklung hat es sich ergeben, dass der politisch-moralische Filter, den der ÖRR über seine Betrachtung des Weltgeschehens und der Politik legt, immer enger und immer links-grüner geworden ist. Das Problem ist weniger die Gesinnung des einzelnen Journalisten. Das Problem ist, dass ein bestimmtes Gesinnungsspektrum dominiert und mit wachsender Intoleranz alles, was dazu nicht zu passen scheint, entweder ignoriert, oder, wo dies nicht gelingt, verteufelt und lächerlich zu machen versucht. Damit habe ich auch meine persönlichen Erfahrungen gemacht, die ich aber hier ausklammere.
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Uwe Krüger: Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten
Im empirischen Teil fokussiert eine Netzwerkanalyse zunächst die soziale Umgebung von 219 leitenden Redakteuren deutscher Leitmedien. Jeder Dritte unterhielt informelle Kontakte mit Politik- und Wirtschaftseliten; bei vier Außenpolitik-Journalisten von FAZ,Süddeutsche Zeitung, Die Welt und Die Zeit finden sich dichte Netzwerke im US- und NATO-affinen Elitenmilieu.
Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e.V.
Besser ist es in den letzten 10 Jahren nicht geworden....ist das Unbehagen am Journalismus längst keine Minderheitenposition mehr. 39 Prozent der Menschen in diesem Land, so belegt eine Allensbach-Umfrage des Jahres 2015, sind der Auffassung, dass Medien nicht objektiv berichten, Sachverhalte verdrehen oder verheimlichen. Andere Befragungen weisen nach, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk zwar nach wie vor bei vielen als glaubwürdig gilt, sich aber gleichzeitig "Anzeichen für eine Polarisierung" beobachten ließen. So meint jeder vierte Befragte, die Medien seien nur ein "Sprachrohr der Mächtigen" und würden den Menschen vorschreiben, was sie "zu denken hätten".
zeit.de (2017)
Von einer "ausgewogenen Berichterstattung" kann im ÖRR keine Rede sein.„Viele Mainstreammedien sind heute Sprachrohr der Mächtigen.“ Den Öffentlich-Rechtlichen wirft er „Volkserziehung“ vor. Spiegel Online ist für ihn ein „reines Verlautbarungsblatt des Kanzleramtes“
Klaus Kelle
pro medienmagazin
Medienzensur in der EU -- wie "demokratisch" ist das denn?
LGDeutsche Medien greifen bei ihrer Berichterstattung über die Außen- und Sicherheitspolitik – insbesondere bei Themen wie dem Ukraine-Krieg oder der US-Innenpolitik – sehr häufig auf Analysen und Einschätzungen von US-amerikanischen Think-Tanks (Denkfabriken) zurück.
Rolle und Rezeption in deutschen Medien
Zentrale Quellen: Renommierte US-Denkfabriken wie das Institute for the Study of War (ISW), das Center for Strategic and International Studies (CSIS), die Brookings Institution oder der Atlantic Council dienen deutschen Redaktionen als wichtige Informations- und Einordnungshelfer.
Kriegs- und Krisenberichterstattung: Besonders intensiv ist die Nutzung von US-Think-Tanks in Konfliktlagen (wie dem Russland-Ukraine-Krieg), wo das ISW beispielsweise tägliche Lagekarten und Analysen liefert, die von ARD, ZDF und großen Printmedien regelmäßig zitiert werden.
Kritische Debatte: Medienwissenschaftler und Journalismus-Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Rezeption oft kritischer hinterfragt werden muss. US-Denkfabriken verfolgen teils spezifische politische Agenden, sind transatlantisch ausgerichtet oder durch Stiftungen und Regierungsnähe geprägt („Government in exile“). Ein unreflektiertes Übernehmen von deren Framing kann zu einer einseitigen Sichtweise in der Berichterstattung führen.
Vernetzung mit Deutschland
Deutsche Medienhäuser und hiesige Institutionen (wie die DGAP – Deutsche Gesellschaft für außenpolitische Politik oder das Aspen Institute Deutschland) arbeiten eng mit diesen amerikanischen Pendants zusammen, tauschen Experten aus und veranstalten gemeinsame Dialoge.
(Übersicht mit KI, Suchbegriffe: deutsche medien us thinktanks