Helmuth hat geschrieben: ↑Do 20. Mär 2025, 12:27
Daher meine Frage nochmals: Wie interpretierst du den vorgelegten Vers, in dem der Teufel zu Jesus redet? Was trifft zu:
- Es spielte sich das in den Gedanken Jesu ab, der von den Worten quasi "inspiriert" wurde, oder
- Er hörte die Stimme des Teufels reden, die von dem Wesen Teufel ausgesprochen worden sind.
Diese Frage erachte ich wichtig, weil es um Grundlagen der Kommunkation geht. Die Bibel steht in ihren Ausgen nicht außerhalb der von Gott geschaffenen Grundlagen. Das ist meine Prämisse.
Diese Frage wird niemand beantworten können.
Lk. 4 sagt: Nachdem Er getauft worden war, führte der Geist Gottes Jesus in die Wüste. Es ist anzunehmen, dass Er dort alleine war und es deshalb keinen anderen Menschen gibt, der darüber detailliert Auskunft geben könnte, wie genau die Versuchungen abliefen.
Die Informationen können nur von Jesus selbst stammen. Wahrscheinlich hat Er es seinen Jüngern erzählt. Sonst wüssten wir nichts davon.
Wenn Jesus es für erforderlich erachtet hätte, Einzelheiten zu nennen, dann hätte Er es getan. Offenbar war dem nicht so. Möglicherweise setzte Er die Taktiken und Praktiken des Satans bei seinen Zuhörern als bekannt voraus.
Die Geistseele des Menschen ist genauso reale Person wie der Leib. Auf der geistlichen Ebene können unsichtbare Mächte den Menschen erreichen und wohl auch dirigieren, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind.
Der Versucher begegnete Jesus in der Wüste, führte Ihn nach Jerusalem und auf einen hohen Berg- die Reihenfolge ist bei Matthäus und Lukas nicht exakt dieselbe.
Eine Variante der Interpretation könnte sein: Die Versuchung Jesu spielte sich in der geistlichen Dimension ab, zumindest die Stationen Jerusalem und Berg.
Jesus konnte die Gedanken der Menschen "im Geist erkennen"... sie mussten nicht laut sprechen, damit Er sie verstand.
Mk. 2;
Mt. 9, 4;
Lk. 5,22;
Lk. 9, 47...die Gedanken sind für Gott so real wie gesprochene oder geschriebene Worte, und damit auch alles, das sich in der geistlichen Dimension ereignet.
Jesus Christus kennt auch unsere Gedanken und kann in unsere Gedanken hinein"sprechen"-
Satan kann nicht Gedanken lesen. Sonst hätte er nicht versucht, den Sohn Gottes auf eine so primitive Weise zu verführen.
Aber Mächte und Gewalten können auf unsere Gedanken Einfluß nehmen- wie Abischai es beschrieben hat.
An sprechende Schlangen glaube ich bis heute nicht. Wer da gesprochen hat, das war ein Dämon-- entweder hat er die Schlange mißbraucht, oder aber, die Story ereignete sich auf der geistlichen Ebene; die Geistseelen der Menschen waren ja in ihrer "Reichweite" noch nicht so eingeschränkt wie nach dem Sündenfall; sie konnten Gott sehen und Ihm begegnen und eben auch mit Ihm kommunizieren, aber auch mit Satan ... vielleicht war das der Grund, warum Gott diesbezüglich Grenzen setzte, die man allerdings mittels okkulter Praktiken überschreiten kann. Z.B., indem man sich auf Kundalini, die kosmische Schlange, einlässt... Chakren und so weiter. Es funktioniert, d.h., es gibt Ergebnisse, die man wahrnehmen kann. Sonst hätte sich diese Religion nicht über Jahrtausende hinweg gehalten und auch nicht im "aufgeklärten" Westen Fuß fassen können.
Wenn Heiden mit Personen der unsichtbaren Welt interagieren können, warum sollten dann die Autoren der Bibel weniger "begabt"/ "be- geistert" gewesen sein, natürlich nicht von dämonischen Kräften, sondern vom Geist Gottes?
LG