Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

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Spice
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

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ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 10:33
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07Nein. Wenn ich eine Liebe zur Wahrheit, eine Leidenschaft für Wahrheit entwickle, kann sie sich doch nur in der Erkenntnis der Wahrheit äussern.
Nun ist 1. Erkenntnis aber Stückwerk.
Natürlich ist sie Stückwerk, aber das bedeutet nicht, dass sie deshalb überflüssig ist. Ohne Erkenntnis bestimmter Dinge, gibt es keine Orientierung.
2. Liebe und Erkenntnis gehen nicht zwingend einher. Oder wie verstehst du 1. Korinther 13 ?
In 1. Kor. 13 ist es allein das Anliegen des Paulus den Primat der Liebe zu betonen. Jesus spricht "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheitwird euch freimachen." Joh. 8,32
Aber man braucht doch keine Bibel, um einsehen zu können, dass Wahrheit enorm wichtig ist, und da bereits die Notwendigkeit für sich selbst ableiten, die Wahrheit erkennen zu wollen.
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07Die Werbung spricht das Begehren nach immer mehr und besseres im Äusseren an. Hat also nichts mit dem Thema zu tun.
Beim Thema können wir den Natürlichen Menschen nicht ausklammern. Das hast du bisher ja auch nicht.
Er muss, wie ich bereits sagte, überwunden werden. Aber wir können sehen, wie er funktioniert. Am besten, wenn man auf sich selbst acht hat. Dann bekommt man nämlich mit, wie man zu jener Empfindung, zu jenem Gedanken usw. kommt und sieht nicht nur, wie der ungeistliche Mensch das Ergebnis.
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07Nach 5,29 geht es aber weiter. Erlösung vom Übel bedeutet ja, es gibt eine höhere Selbsterhaltung als die natürliche, durch die eben letztere überwunden werden kann.
Ich sehe nicht, dass die natürliche Selbsterhaltung vollständig überwunden werden soll.
Wenn der Mensch ewig ist, dann wird er doch durch dieses erhalten. Darin besteht doch das Wesen des neuen Menschen, von dem Paulus spricht.
Ich habe nun auch schon mehrfach betont, dass ich in der Überwindung des Natürlichen Menschen nicht dessen Auslöschung oder Abschaffung verstehe, sondern ihn nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.
Doch, er soll ausgelöscht werden, weil er die Wurzel allen Übels ist.
Man darf ja nicht vergessen, dass Jesus nicht ans Kreuz ging, weil er den Tod verherrlichte und tot bleiben wollte. Er ist ja nun mal wieder vom Tod auferstanden. Den Tod in Kauf zu nehmen ist letztlich ein Ja zum ewigen Leben. Während der rigorose Kampf für das natürliche Leben (Psyche) in letzter Konsequenz den ewigen Tod bedeutet.
Er hat durch das "Ja" zum Tod gezeigt, dass der Tod nur eine Illusion ist, der der Mensch solange unterliegt, solange er nicht weiß, dass er ewig ist.
Matthäus 16, 24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach. 25 Denn wer irgend sein Leben (Psyche) erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben (Psyche) verliert um meinetwillen, wird es finden. 26 Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele?
Nicht sterben ist das höchste Ziel, sondern leben.
Ja, aber man kann nur leben, wenn man dem alten Menschen abstirbt. Das bedeutet ja, "wer sein leben lässt um meinetwillen"
Kolosser 3,5 Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht, welche Götzendienst ist,

Kolosser 3,9 Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, 10 der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bilde dessen, der ihn erschaffen hat;
Römer 6,5 Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der Auferstehung sein, 6 indem wir dieses erkennen daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde nicht mehr dienen. 7 Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen O. gerechtfertigt, oder freigelassen von der Sünde.
(es geht nach Vers 7 noch interessant weiter, aber aus Platzgründen...)
Epheser 4,22 daß ihr, was den früheren Lebenswandel betrifft, abgelegt habt den alten Menschen, der nach den betrügerischen Lüsten verdorben wird,
23 aber erneuert werdet in dem Geiste eurer Gesinnung 24 und angezogen habt den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.

1. Petrus 4,1
Da nun Christus für uns im Fleische gelitten hat, so waffnet auch ihr euch mit demselben Sinne; denn wer im Fleische gelitten hat, ruht von der Sünde, 2 um die im Fleische noch übrige Zeit nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
Es ist doch klar, dass die Überwindung des Natürlichen Menschen eine Metapher ist. Es geht nicht um eine Todes- und Sterbenssehnsucht. Es geht um Prioritäten und Hoffnung in der Nachfolge des Lebens Jesu.
Du hast doch eben mit den zitierten Bibelversen gezeigt, worin das Absterben des natürlichen Menschen besteht.
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

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ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 10:33
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07Der andere wird letzten Endes, wenn es hart auf hart kommt, nicht anerkannt. Wir sehen es doch sogar schon in unserer Wohlstandsgesellschaft, wo sogar Christen rufen "Ausländer raus!"
Wo ist da dein Widerspruch zu meiner Aussage ? Ich sehe keinen.
Ich hatte gesagt, dass den anderen zu achten, wie es auch die Welt sagt, nicht genügt, sondern man muss selbst nicht mehr im irdischen Lebenskampf stehen, um alle Menschen lieben zu können.
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07 Weil er selbst heil geworden ist, kann er darauf hinweisen, wo es zu finden ist und er ist zugleich ein echter Zeuge für die Wirksamkeit des Glaubens. Er könnte aber z.B. auch dem Mensch seelisch bei der Heilung beistehen (wie etwa ein Psy<chologe) oder eben auch körperlich zu seinem Heil beitragen (Handauflegen) "Gabe der Heilung" etc.
Das kategorisiere ich dann alles unter Zeugnis geben für den liebenden Vater im Himmel.
"Zeugnis geben" sollte etwas ganz natürliches sein. Einfach dem anderen helfen, ohne Hintergedanken und ohne Gedanken, "das mache ich jetzt zum Zeugnis".
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 09:07Er lässt seine Aktivitäten nicht sein, wenn er keine höhere Einsicht hat. Er begreift ja überhaupt nicht, weshalb er etwas sein lassen sollte.
Deswegen wird der Mensch lernen, dass seine eigenen Wege in gegen die Wand fahren lassen.
Das ist dann Lernen durch Leid. Menschen aber könnten auch lernen durch das Vorbild echter Christen und eine klare Lehre. Aber da mangelt es ganz gewaltig.
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Hoger
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Hoger »

Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 11:05 Das ist dann Lernen durch Leid. Menschen aber könnten auch lernen durch das Vorbild echter Christen und eine klare Lehre. Aber da mangelt es ganz gewaltig.
Im Zentrum meines Glaubens steht der Sohn Gottes, der Mensch wurde, für mich und alle anderen gelitten hat und gestorben ist. Erst danach wurde er zum Leben auferweckt.

Im Zentrum meines christlichen Glaubens steht also das Leiden Jesu (und die Aufnahme meines Kreuzes) zusammen mit der Innewohnung des Heiligen Geistes (den Christus nach seiner Auferstehung sendet) der mir hilft mein persönliches Leben - so wie Gott es will - mit Kraft, Freude und innerem Frieden leben zu können
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 11:47
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 11:05 Das ist dann Lernen durch Leid. Menschen aber könnten auch lernen durch das Vorbild echter Christen und eine klare Lehre. Aber da mangelt es ganz gewaltig.
Im Zentrum meines Glaubens steht der Sohn Gottes, der Mensch wurde, für mich und alle anderen gelitten hat und gestorben ist. Erst danach wurde er zum Leben auferweckt.
Das bekennen alle, die sich selbst als Christen sehen. Deshalb sind sie noch lange keine Vorbilder.

Im Zentrum meines christlichen Glaubens steht also das Leiden Jesu (und die Aufnahme meines Kreuzes) zusammen mit der Innewohnung des Heiligen Geistes (den Christus nach seiner Auferstehung sendet) der mir hilft mein persönliches Leben - so wie Gott es will - mit Kraft, Freude und innerem Frieden leben zu können
Auch dem stimmen viele zu. Trotzdem sieht die Praxis nach Jahrzehnten immer noch nicht gut aus.
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Hoger
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Hoger »

Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:14 Das bekennen alle, die sich selbst als Christen sehen. Deshalb sind sie noch lange keine Vorbilder.

Auch dem stimmen viele zu. Trotzdem sieht die Praxis nach Jahrzehnten immer noch nicht gut aus.
Also dein Problem ist, dass andere nicht so leben, wie du dir ein geistliches Leben vorstellst?
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:21
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:14 Das bekennen alle, die sich selbst als Christen sehen. Deshalb sind sie noch lange keine Vorbilder.

Auch dem stimmen viele zu. Trotzdem sieht die Praxis nach Jahrzehnten immer noch nicht gut aus.
Also dein Problem ist, dass andere nicht so leben, wie du dir ein geistliches Leben vorstellst?
Ich erlebe, dass Glauben seelische Befriedigung schafft und das mit den Jahren immer mehr. Auch erlebe ich, dass die Erkenntnisse zunehmen und man mit der Zeit tiefer, klarer blickt und auch umfassender wird. Also, ich erlebe Gesundung in jeder Hinsicht, die ich aber bei vielen, die auch Christen sein wollen, nicht feststelle. Deshalb denke ich, diese haben irgendetwas nicht begriffen oder was auch immer.
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Sunbeam »

Hoger hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:21
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:14 Das bekennen alle, die sich selbst als Christen sehen. Deshalb sind sie noch lange keine Vorbilder.

Auch dem stimmen viele zu. Trotzdem sieht die Praxis nach Jahrzehnten immer noch nicht gut aus.
Also dein Problem ist, dass andere nicht so leben, wie du dir ein geistliches Leben vorstellst?
Dein eigentliches Problem spiegelst du dann selbst, in deiner Antwort an Spice?

Darf man das abenteuerlich nennen?
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

Beitrag von Hans-Joachim »

Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 10:17 Wir sind nicht Jesus. Wir "müssen" schon meditieren/kontemplieren, um von ihm etwas aufnehmen zu können. Aber selbst Jesus hatte das anscheinend noch nötig. Er zog sich auch zur Meditation zurück.
Aber nicht nur.
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

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Sunbeam hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 14:04
Hoger hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:21
Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 12:14 Das bekennen alle, die sich selbst als Christen sehen. Deshalb sind sie noch lange keine Vorbilder.

Auch dem stimmen viele zu. Trotzdem sieht die Praxis nach Jahrzehnten immer noch nicht gut aus.
Also dein Problem ist, dass andere nicht so leben, wie du dir ein geistliches Leben vorstellst?
Dein eigentliches Problem spiegelst du dann selbst, in deiner Antwort an Spice?

Darf man das abenteuerlich nennen?
Ich stelle mir das geistliche Leben eben nicht vor und verlange auch von niemanden wie er geistlich leben soll - das ist der Part von Spice

Ich plädiere dafür den Geist aufzunehmen und machen zu lassen im Vertrauen darauf, dass es richtig ist.
Und ich habe mit den vielen unterschiedlichen christlichen Praktiken, dem vielen scheitern und wieder aufstehen - kein Problem
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Re: Der geistliche Mensch beurteilt alles - 1. Kor. 2:14-15

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Spice hat geschrieben: Di 25. Mär 2025, 13:37 Ich erlebe, dass Glauben seelische Befriedigung schafft und das mit den Jahren immer mehr. Auch erlebe ich, dass die Erkenntnisse zunehmen und man mit der Zeit tiefer, klarer blickt und auch umfassender wird. Also, ich erlebe Gesundung in jeder Hinsicht, die ich aber bei vielen, die auch Christen sein wollen, nicht feststelle. Deshalb denke ich, diese haben irgendetwas nicht begriffen oder was auch immer.
Ich gehe davon aus, dass wir hier ein anderes Konzept haben. Du möchtest dich weiter und weiter entwickeln, zunehmen an Erkenntnis und Gesund werden.

Ich möchte das Leben, dass mir Gott gegeben hat annehmen und die Aufgaben (Prüfungen) die darin sind bestehen. Wie schon mehrmals geschrieben ist es das Konzept der Nachfolge Christi im aufheben und annehmen des eigenen Kreuzes (Leidens) und der Wandlung der Seele.
Im geistigen Leben geht es für mich also um die Aufnahme des Geistes Gottes in meine Seele (was ich als Geschenk erleben) und die Führung des Geiste für mein Leben das in einem sozialen Umfeld sich vollzieht.

Also nicht Entwicklung, Erkenntnis und Heilung - sondern Führung, Annahme und Umsetzung ins persönliche Leben
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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