Re: Selig sind die geistlich Armen Mt. 5,3
Verfasst: Mo 17. Nov 2025, 15:19
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Gewiss nicht - sondern wie du mit deinem Schmerz, deinem persönlichen Leid, deinem Kreuz umgehstProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 15:19Was willst du denn hören ? Wie ich mein Privatleben und meinen Alltag führe ?
Genau. Und durch den Glauben entsteht ein seelischer Zustand, der durch dergleichen nicht mehr beeinträchtigt wird.
Sie gehören grundsätzlich zum Menschen. Durch die Wiedergeburt und die anschließende Heiligung aber ändert sich, das, was man wichtig nimmt und was nicht, und demzufolge auch die Gefühle und der seelische Zustand.Dein Gewissen, dein Fühlen deine Denkprozesse haben alle etwas mit deinem natürlichen Menschen zu tun.
Richtig, was verdrängt wird, wirkt weiter. Was angeschaut wir, nicht.Wenn du deine schmerzhaften Erlebnisse nur verdrängst, sie ignorierst, werden sie dennoch in dir wirken. Meist geht dass dann als Angstpsychose und Depression tief in die leiblichen Prozesse hinein. Die dann als Krankheit prägen.
Nein, ich habe ja gesagt, das ich das nicht tue. Sie werden in der rechten Weise verarbeitet. Als Christ weiß man doch, dass man vom Außen allgemein, und von den Menschen, die die Wahrheit nichts kennen, nichts Positives zu erwarten hat.Man kann froh sein, dass dennoch so viel Positives von anderen Menschen kommt.
Sorry spice - noch einmal: was machst du mit deinem Schmerz und deine Verurteilung derer, die an deinem Schmerz ursächlich beteiligt sind?
Kehrst du sie wirklich unter den Tisch?
Nach traditioneller christlicher Sicht besteht die Wiedergeburt im Tod des fleischlichen Menschen, also alle Idenfikation mit den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen. So wie der Tod Christi am Kreuz
Ich nehme es an und lasse mich aufs Jenseits vertrösten. Nicht selten bekam ich aber auch den Vorwurf zu hören, dass meine Lebensform eben nicht das Annehmen des Kreuzes, sondern ein Rückzug in die Bequemlichkeit wäre. Ich würde dem Knecht gleichen, der seine Talente in die Erde vergräbt.Hoger hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 15:25 Gewiss nicht - sondern wie du mit deinem Schmerz, deinem persönlichen Leid, deinem Kreuz umgehst
nimmst du es an - oder machst du es wie spice: immer weiter fröhlich sein und nicht hinschauen (die Lebensqualität nicht verrlieren)
Also: ignorieren - oder annehmen?
Du beschreibst eine Theorie, die du nicht verstehst. Ich rede von der gelebten Praxis, die aus dieser Theorie resultiert.Hoger hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 16:02Nach traditioneller christlicher Sicht besteht die Wiedergeburt im Tod des fleischlichen Menschen, also alle Idenfikation mit den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen. So wie der Tod Christi am Kreuz
Die Neugeburt kann nur aus dem Geist Gottes kommen und richtet sich nach Gott und seinen Zielen - nicht nach den menschlichen Wünschen des natürlichen Menschen.
Die Neugeburt besteht also im Zusammenbruch das alten und der Neuausrichtung des Neuen Menschen. Das dauert in der Seele längere Zeit und beide Zustände gehen nebeneinander.
Die "Heilung" ist ein Neuausrichtung = vom Menschen weg - hin zu Gott
Du beschreibst etwas anderes.
Vielleicht war es so: die Kirche wurde staatlich, also in das System der weltlichen Ordnung integriert. Bzw "registriert". Das Wort ist verwandt mit Rex, dem König. Die gnostischen Bewegungen hätten sich schlecht unterordnen lassen und wurden entsprechend verfolgt.
Ja, positive Erfahrung ändert alles. Ohne positive Erfahrung bleibt man im Leiden, man bleibt in der Hoffnung, einmal errettet zu werden. Irgendwann. Man bleibt im zeitlichen Denken.Spice hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 10:43Offenbar ein Zeichen dafür, dass kaum Praxis vorhanden ist bzw. positive Erfahrungen der eigenen Praxis, die wahrscheinlich nur in einem mehr oder weniger emotionalen Vorbringen der eigenen Wünsche im Gebet und dem Eingeständnis des eigenen Versagens besteht.
ich beschreibe die katholische Praxis, die du auch in lutheranisch/pietistischen und anglikanischen Glaubenspraxis vorfindest.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 16:23 Ich nehme es an und lasse mich aufs Jenseits vertrösten. Nicht selten bekam ich aber auch den Vorwurf zu hören, dass meine Lebensform eben nicht das Annehmen des Kreuzes, sondern ein Rückzug in die Bequemlichkeit wäre. Ich würde dem Knecht gleichen, der seine Talente in die Erde vergräbt.
Das sehe ich auch so. Es gibt aber auch biblische Interpretationen in vor allem evangelisch geprägten Denominationen, dass das Leid in Freude transformiert werden müsse, damit vor allem andere an dieser Freude teilhaben können. Das war jetzt eine Beschreibung in meinen eigenen Worten. Sozialogen haben dies mal als protestantische Ethik beschrieben. Sie soll wesentlich zur Herausbildung des Modernen Kapitalismus beigetragen haben.