Da die Elite- Politik die wirklich drängenden Probleme nicht in den Griff kriegt bzw. die Weichen riskant stellt, dann einfach wegschaut und wahrscheinlich hofft, egagierte Bürger oder "Europa" oder sonst irgendjemand würden es "schon schaffen", ist es durchaus sinnvoll, wenn vom Volk ausgehende Initiativen etwas mehr Bewegung in die eingefahrenen Strukturen bringen.
Natürlich muss man darüber sprechen. Es gibt noch ungenutzte Möglichkeiten, und mit Subventionen- nicht mit gesetzlich verordneten Zwängen- kann man eine ganze Menge erreichen.
Die Praxis der Ausschüttung von finanziellen Förderungen im Bereich Landwirtschaft sollte ebenfalls kritisch diskutiert und angepasst werden mit dem Ziel, gezielt
kleinere Betriebe zu stärken und zu erhalten.
Dann hätten die konventionellen Bauern mehr Chancen, auf "biologisch" umzusteigen.
Der letzte Sommer war extrem hart. Das Futter für die Tiere ist in vielen Gegenden nach dem ersten Schnitt nicht mehr nachgewachsen- auch bei uns spross Grünzeug nur noch da, wo es gegossen wurde, und ich konnte kein Heu für den Winter machen.
Also musste ich Heu zukaufen.
In der näheren Umgebung sah ich nur Suchanzeigen (!!). Teilweise klangen sie schon ziemlich verzweifelt: "Bitte alles anbieten!" -- Man fragt sich, wie die Landwirte ihre Kühe über den Winter bringen, wenn diese kein Silofutter fressen dürfen oder keines da ist. Viele Erzeuger mussten schon wertvolle Tiere zum Schlachten geben, weil sie diese nicht mehr ernähren konnten.
Über ebay sicherte ich mir einen Kleinballen Heu (ca. 17 kg) für knapp 20 Euro inklusive Porto. Das reicht, bis das Gras im Frühjahr wieder wächst. Aber Hühner fressen Heu nur als Beifutter, nicht als Hauptfutter.
Was ich damit sagen will: Viele Landwirte kämpfen ums Überleben. Das sollte man berücksichtigen, wenn man "die Bienen retten" will.
Und man sollte auch selbst tätig werden, so weit man eine Möglichkeit dazu hat. Yep, das macht Arbeit.
Wie wäre es mit einigen
Haselnußsträuchern? Sie sind sehr günstig in der Anschaffung und blühen sehr früh. Man kann sie auch als niedrige Hecke ziehen. Oder
Weidenkätzchen... es gibt viele Möglichkeiten, auch für ungeübte Gärtner.
Solche Sträucher machen nicht viel Arbeit und stellen auch nur wenig Ansprüche an den Standort. Da sie von Natur aus sehr hoch wachsen würden, muss man sie jährlich in der Höhe begrenzen, damit es keinen Ärger gibt mit Vorschriften. In Bayern dürfen Sträucher, die mindestens 50 cm (besser mehr!) von der Grundstücksgrenze entfernt stehen, 2 m hoch werden. Pflanzt du Johannisbeeren, hast du nicht nur Bienenfutter, sondern auch noch leckere Beeren im Juni/ Juli.
Der BR hat pro und kontra Argumente auf seiner Seite aufgelistet.
Rettet die Bienen- pro und kontra zum volksbegehren
LG