Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

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Zippo
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Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 18. Mär 2026, 07:40
Zippo hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 12:47 Um das irdische Jerusalem ging es mir gar nicht so sehr.
Mir an sich auch nicht, aber es ist nicht möglich dieses davon zu isolieren, sonst hätte Gott Jerusalem nie erwählt. Diese Erwählung gilt als ewig. In welche Stadt zog Jesus auf einem Esel reitend ein, um zu zeigen, dass er der desgnierte König ist, womit er eine weitere Weissagung erfüllt hatte? Es war das irdische Jerusalem. Wäre es bedeutunglos, hätte Gott schon damals eine neue Stadt gründen müssen.
Warum hat Gott Jerusalem erwählt ? Es ist doch die Stadt, wo David lebte und von dem Engel des HERRN einen Auftrag bekam auf dem Berge Morija einen Altar zu errichten 1 Chr 21,18 Den Tempel hat König Salomo später gebaut. 2 Chr 3,1 Dort, wo Abraham den Isaak opfern sollte, da sollte der Tempel stehen. 1 Mo 22,2
Aber was ist schon ein Tempel aus Stein ? Apg 7,45-50, Jes 66,1
Es ist ja auch nur das Vorbild für eine höhere Wahrheit. Der Herr Jesus versprach, diesen Tempel in drei Tagen wieder aufzubauen und dachte dabei an den Tempel seines Leibes. Joh 2,19-22
Das ist der geistige Leib Jesu, in den gläubige Nachfolger Jesu hineingetauft werden. 1 Kor 12,13

Die irdische Stadt Jerusalem hat genauso wenig Bedeutung, wie dieser Tempel, er bleibt auch nicht ewig, irgendwann wird der hesekelianische Tempel gebaut, aber auch der wird nicht ewig stehen, weil er letztlich auch nur ein Vorbild ist, er ist nur ein Schatten des Zukünftigen. Diese ganze Welt zerbricht doch, sagt Petrus, mit allem , was mal darauf gebaut wurde. 2 Petr 3,10
Helmuth
Das Herabkommen des neuen Jerusalems zeigt auch, dass nicht wir in den Hmmel hinauffahren, wiewohl das im biblischen Sprachjargon eigentlich oft genug gesagt wird. Was passiert nun? Es kommt herab, aber wir fahren hinauf?
...
Es sind dies also bildhafte Sprachmuster, die man m.E. am besten als Verwandlung interpretiert. Dann ist es egal, ob ich in den Himmel komme oder der Himmel zu uns auf Erden herabkommt. So wird das alte Jerusalem Schritt für Schritt in ein neues verwandelt werden. Die schönsten Weissagungen dazu finden wir beim Propheten Jesaja, aber klarerweise auch in Johannes Offenbarung.
Die Geister der Verstorbenen landen alle im Himmel und Einige werden dort verwahrt, um auf einer ganz neuen Schöpfung zu leben. So interpretiere ich das Bild in Off 21,1-3
Da findet keine Verwandlung statt, das himmlische Jerusalem ist eine symbolische Beschreibung, wer und wie die verwandelten Menschen 1 Kor 15,45-58 in die neue Schöpfung kommen.

Es geht z. Bsp. um den Glauben, der hineinführt in diese Stadt , er wird ja von Petrus als kostbarer angesehen, wie das vergängliche Gold.
[Off 21,21-22] und die Gassen der Stadt waren lauteres Gold wie ein durchscheinend Glas. Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.
[1. Pet 1,6-7] In derselben werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf dass euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewährt wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn nun offenbart wird Jesus Christus,
.....
Es gibt natürlich noch einige Aspekte, welche die Menschen auszeichnen, die in der zukünftigen Schöpfung leben sollen und so kannst du doch alle Bauteile dieser Stadt übertragen.
Und das Ergebnis ist keine Stadt, sondern die Braut des Herrn , das sind eben diejenigen, die er sich erwählt hat, um in der neuen Schöpfung zu leben.

Gott betrachtet Städte in bildlicher Weise, das sind aber dann keine real existierenden Orte und die Bauelemente sind nicht wirklich da, sondern sie sind symbolisch zu verstehen.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 11:08 Warum hat Gott Jerusalem erwählt ? Es ist doch die Stadt, wo David lebte und von dem Engel des HERRN einen Auftrag bekam auf dem Berge Morija einen Altar zu errichten 1 Chr 21,18 Den Tempel hat König Salomo später gebaut. 2 Chr 3,1 Dort, wo Abraham den Isaak opfern sollte, da sollte der Tempel stehen. 1 Mo 22,2
Ich denke, du hast dir die Antwort selbst schon gegeben, weil Abraham dort seinen Sohn Isaak opfern sollte. Darum erhielt David dort auch seinen Auftrag und es wurde auch Jesus tatsächlich in Jerusalem zum Tode am Kreuz verur.teilt

Alle ähnlichen Vorgänger nutze Gott um dies prophetisch vorauszusagen. Und rein praktisch gesehen brauchst du irgendeinen Platz, den Gott dir zuweist, wo du dein Leben verbingen darfst. Jerusalem fungiert dazu für immer und ewig als geistliches Zentrum, an dem sich das Volk Gottes regelmäßig versammelt und von wo aus die kommende Welt regiert wird.

Es wird, wie ich das mir in etwa denke, einmal nur einen einzigen Gottesdienst an einem einzigen Ort geben. Man sieht hier schon eine propetische Weissagung durch Sacharja in diese Richtung:
Sach 14,16 hat geschrieben: Und es wird geschehen, dass alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, Jahr für Jahr hinaufziehen werden, um den König, JHWH der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern.
Es ist dann die Zeit der 1.000 Denominationen und 10.000 Freikirchen mit 100.000 theolgischen Auslegungen endlich vorbei und es gibt im Kollektiv gesehen nur ein Volk unter einem Hirten. Dann haben sogar die Katholiken ihren Papst mit ex-cathedra Vollmacht und alle auch ihren ersehnten König.
Joh 10,16 hat geschrieben: Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Rilke
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Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 17:41 Es ist dann die Zeit der 1.000 Denominationen und 10.000 Freikirchen mit 100.000 theolgischen Auslegungen endlich vorbei und es gibt im Kollektiv gesehen nur ein Volk unter einem Hirten. Dann haben sogar die Katholiken ihren Papst mit ex-cathedra Vollmacht und alle auch ihren ersehnten König.
Wahrlich, das muss der Himmel sein! :)
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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Helmuth
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Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 18:07 Wahrlich, das muss der Himmel sein! :)
In der Tat, und es gibt dazu auch eine prophetische Grundlage:
Jer 31,34 hat geschrieben: Und sie werden nicht mehr jeder seinen Nächsten und jeder seinen Bruder lehren und sprechen: „Erkennt JHWH!“, denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht JHWH. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.
Und kurz danach heißt es, was nun wieder eine recht konkrete und auch praktische Weissagung ist, welche die Stadt Jerusalem betrifft:
Jer 31,38-40 hat geschrieben: Siehe, Tage kommen, spricht JHWH, da diese Stadt JHWH gebaut werden wird vom Turm Hananel bis zum Ecktor. Und die Mess-Schnur wird weiter fortlaufen geradeaus über den Hügel Gareb und sich nach Goa wenden. Und das ganze Tal der Leichen und der Asche und alle Felder bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des Rosstores im Osten, wird JHWH heilig sein; es soll nicht ausgerottet und nicht zerstört werden in Ewigkeit.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 06:52
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Mär 2026, 13:11 Ist der Herr Jesus auch ein Sohn des himmlischen Jerusalem ?
Ich würde ihn als Bauherrn bezeichnen, wobei der Vater der Architekt ist. Dazu finden wir schon das Bild, wie David die Pläne des Tempels entworfen hatte und Salomo ließ ihn danach bauen. Im Hebräer-Brief finden wir auch diese Aussage:
Heb 3,4-6 hat geschrieben: Denn jedes Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet hat, ist Gott. Und Mose zwar war treu als Diener in seinem ganzen Haus zum Zeugnis von dem, was nachher geredet werden sollte. Christus aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind.
Diese Haus sind also Menschen und der Hausherr ist Jesus und ich ergänze, die Gott dazu erwählt hat, womit es auch ein Bild ist. Wo stehen nun diese Häuser? Oder anders gefragt, welche Stadt bzw. welches Land dient ihnen alsWohort?
Wenn es heißt, "dessen Haus sind wir", dann ist der Wohnort offensichtlich noch in dieser Welt. Hier füllt sich das himmlische Jerusalem mit Menschen, die vom Heiligen Geist in den Leib Jesu hineingetauft werden. 1 Kor 12,13
Das himmlische Jerusalem ist also eine fiktive offene Stadt und beschreibt diejenigen Menschen, die durch ihren Glauben hineingekommen sind.
Die Perlentore beschreiben die Gnade, mit der Menschen umkleidet werden müßen, damit sie als Bewohner der Stadt Jerusalem gelten können. Perlen sind ja bekanntlich mit Perlmutt umkleidete Fremdkörper.
Jedes Glied am Leibe Christi müßte eigentlich ein Anrecht auf die Stadt Jerusalem haben und der Bauherr ist der Heilige Geist.
Helmuth

An anderer Stelle sagt er:
Heb 11,14-16 hat geschrieben: Denn die, die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren. Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Die Stelle zeigt mir deutlich, dass wir zuerst unseren Tod überwinden müssen, um in jener künftigen Stadt bzw. in unserem künftigen Land einen uns zugewiesenen Wohnort finden, was auch Jesus betroffen hatte, der uns damit schon vorausgegagen ist. Klarerweise scheidet damit so die gegenwärtige Welt aus, die ja vergeht.
Es klingt immer so, als ginge es bei dem himmlischen Jerusalem um eine Stadt, in der von Gott erwählte, gläubige Menschen einmal leben sollen. Aber diese Stadt, auf die auch Abraham wartete, wie es in Hebr 11,10 heißt, deren Baumeister Gott ist, kann auch in der zukünftigen Welt nicht das sein, was Menschen sich darunter vorstellen. Sie werden ja mit einem geistigen Leib umkleidet sein und ganz andere Bedürfnisse entwickeln. 1Kor 15,45..
Helmuth

Vergehen meint aber nicht Abschaffung, sondern es geht um eine Wiederherstellung in einen Zustand, wie Gott von Anfgang an, also von Grundlegung der Welt an seinen Entschluss dazu gefasst hatte. Petrus weissagt folgendermaßen:
Apg 3,19-21 hat geschrieben: So tut nun Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch zuvorbestimmten Christus Jesus sende, den freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.
Es wird alles wiederhergestellt. Klarerweise wird dann auch vernichtet, was heute gottlos ist. Die Voraussetzung ist aber, und das sagt Petrus unmissverständlich, dass dazu unsere Sünden ausgetilgt werden müssen, indem wir uns zu Jesus bekehren. Ansonsten wäre die kommende Welt nur die Version 2 dieser gegenwärtigen bereits im Argen liegenden Welt mit ihren boshaften Menschen.
Die irdische Schöpfung wird aber letztlich nicht wieder hergestellt.
[2. Pet 3,9-13] Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen.
So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, dass ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.
Wie bringen wir da die 1000 Jahre unter, die Israel ja noch einmal als Glanzzeit vorhergesagt wird ? Off 20,4
Eine Zeit, wenn Satan eingesperrt ist und alle Menschen friedlich auf Erden leben können. So, wie es die Propheten vorhergesagt haben. Jes 11, Jes 65,17...
Hier klingt alles nach einer erneuerten bzw. hergestellten Erde, aber eigentlich wird doch auch diese Zeit einmal vorbei sein und nach einer letzten Verführungsaktion Satans wird die Welt völlig zerstört werden. Off 20,7-9, Hes 38,14-16

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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