Philippus hat geschrieben: ↑Fr 12. Jun 2026, 17:36
Zippo hat geschrieben: ↑Do 4. Jun 2026, 18:02
Warum sah Gott das Opfer Abels gnädig an, das Opfer Kains aber nicht ?
Gruß Thomas
Die Auflösung steht im Hebräerbrief..... Gott hatte festgelegt, dass Sünden nur durch Blut aber nicht durch "vegetarische Opfer" gesühnt werden können....
Richtig, ich hatte ja auch schon was dazu geschrieben, die Christen verstehen davon mehr, wie so mancher Jude. Die wollen ja aufgrund fehlendem Tempels alle Opfergaben als unwichtig darstellen, obwohl Mose sie in dem Gesetz gefordert hat. Und Gott sagt auch warum er das Blut besonders dahinstellt:
[3. Mo 17,11-12] Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versöhnt werden. Denn das Blut ist die Versöhnung, weil das Leben in ihm ist. Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt.
Blut ist ein Sinnbild für das Leben, ohne Blut kann kein Mensch leben. Darum wird es in der geistlichen Sprache ein Bild für die Sühnung bzw. Versöhnung, was das gleiche Wort im Hebräischen ist.
Abel hat das bessere Opfer gebracht, sagt der Hebräerbrief und das tat er durch den Glauben, nicht nur, weil er Schafhirte war:
[Heb 11,4] Durch den Glauben hat Abel Gott ein größeres Opfer getan denn Kain; durch welchen er Zeugnis überkommen hat, dass er gerecht sei, da Gott zeugte von seiner Gabe; und durch denselben redet er noch, wiewohl er gestorben ist.
Der Glaube ist die innere Überzeugung davon, daß Gott solch ein Opfer haben wollte. Kain dagegen wußte, daß Gott in diesem Zusammenhang kein Opfer der Feldfrüchte haben wollte.
Die christliche Botschaft ist wohl in diesem Zusammenhang auch, daß der Eigenwille und die eigene Bemühung nicht zum Ziel führt, wenn man Gottes Gnade haben will.
War nun das Opfer ein Bild für den Herrn Jesus ? Oder war es Abel, der das bessere Opfer gebracht hat ?
Der Hebräerbrief sagt dazu wieder:
[Heb 9,11-12] Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
Aus diesen Worten könnte man doch ableiten, daß Abel und zugleich sein Opfer ein Vorbild für den Herrn Jesus geworden sind ?
Die Heilsgeschichte ist meiner Einsicht nach im alten Testament abgeschlossen worden, aber Linie des Opfers und auch des Blutes geht durch die ganze Bibel:
[1. Pet 1,17-21] Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht und wisset, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf dass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben möchtet.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.