Die Früchte des Paulus
Also: Welche Früchte erbrachte Paulus von Tarsus? Er ging in alle Welt, predigte das Wort Gottes und gründete Gemeinden.
Die Sozialarbeit war nicht seines. Dafür gab es Witwen und eingesetze Diakone.
Apostg. 6,1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. 3 Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. 4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten aus Antiochia. 6 Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. 7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
Paulus hat auch nie eine Gemeinde geleitet. Sondern er zog nur predigend durch das Land. Suchte Christen und entwickelte Gemeinden.
Für manche hat Paulus daher niemals Früchte gebracht. Wobei Petrus zu Paulus meint, dass dieser überhaupt eine eher extreme Theologie vertreten hätte:
2.Petrus 3,14 Darum, ihr Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet, 15 und erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. 16 Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen werden, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. 17 Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrtum dieser ruchlosen Leute mitgerissen werdet und euren festen Halt verliert. 18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen.
Wer sind wir, dass wir uns anmassen, festzulegen, wer Früchte bringt oder nicht? Wessen Arbeit Gott Vater also gebrauchen will?
Früchte des Heiligen Geistes
Denkst du, nur Menschen mit HG können diese Eigenschaften haben? Früchte hervorbringen?
Also anders ausgedrückt, sind das nur Früchte des HG?
Wenn es nur Früchte des Heiligen Geistes wären, wären wir verloren. Jakobus sagt uns klar, dass Glaube ohne Werke nutzlos ist. Wenn wir selbst eigentlich gar keine Werke vollbringen können, also keine Werke erbringen könnten, weil immer der Heilige Geist in uns die Werke tut, dann wären wir verloren. Weil ja dann unser Glaube nutzlos wäre.
Jak 2,20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist?
Wir können daher mit dem Heiligen Geist Werke vollbringen. Vollbringen tun sie allerdings immer noch wir. Und wir können stolz darauf sein, dass uns die Werke, mit Gottes Hilfe, gelungen sind.
Es kommt allerdings noch ein Punkt dazu, der heute in der Kirche auch selten gelehrt wird. Paulus sprach von den Werken des Heiligen Geistes. Und er sprach auch von den Geistesgaben. Ja.
Es ist aber auch der Apostel der klipp und klar darauf hinweist, dass wir unseren Verstand gebrauchen sollen.
Röm 7,25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.
1Kor 14,15 Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.
Es ist Paulus von Tarsus der uns dazu auffordert, dass wir christlich philosophieren sollten. Gleichzeitig den Geist und den Verstand nutzen sollen.
Genau das also propagiert, was die meisten Kirchen, noch dazu mit Berufung auf ihn, heute ablehnen.
Seltsam, oder?